Nordwesten Sardinien: 7 unvergessliche Erlebnisse für deinen Urlaub

Nordwesten Sardinien

Nordwesten Sardinien: 7 unvergessliche Erlebnisse für deinen Urlaub

Nordwesten Sardinien verzaubert mit türkisblauen Buchten und wilder Natur. Entdecke die schönsten Strände, historische Stätten und ein exklusives Glamping-Erlebnis unter Zitronenbäumen.

✓ Traumhafte Strände wie La Pelosa und Porto Ferro✓ Historische Altstadt von Alghero✓ Nationalpark Asinara mit Wildtieren✓ Exklusives Glamping im Female Future Fitness Club✓ Sardische Küche und Weine direkt am Meer
📅 29. Juli 2026 🔄 Aktualisiert: 22. Juli 2026 📖 16 Min. Lesezeit ⭐️ 4.9/5 (199 Stimmen)

Was du zum Thema Nordwesten Sardinien wissen musst

  • Der Nordwesten Sardiniens bietet eine einzigartige Mischung aus karibisch anmutenden Stränden wie La Pelosa und rauen, unberührten Küstenabschnitten wie Porto Ferro.
  • 💧 Alghero verzaubert mit katalanischem Erbe, verwinkelten Gassen und direkten Zugang zu spektakulären Unterwasserhöhlen wie der Grotta di Nettuno.
  • 🌿 Der Nationalpark Asinara ist ein Paradies für Naturliebhaber, wo weiße Esel frei leben und du auf historischen Pfaden wanderst.
  • 🍷 Kulinarisch steht die Region für Bottarga, frischen Hummer, Vermentino-Wein und die herzhafte Küche der Hirtenkultur im Hinterland.
  • 🏷️ Mit dem exklusiven Female Future Fitness Club gibt es ein einzigartiges Glamping-Angebot nur für Frauen, das Fitness, Entspannung und sardische Lebensart auf 3000 Quadratmetern Meerblick vereint.


Aktuelles Video zum Thema...

5 schöne Strände im Nordwesten Sardiniens, von Valledoria bis Capo Testa.

Unsere Empfehlungen & Einsatzgebiete für: Nordwesten Sardinien

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Exklusives Glamping: Der Female Future Fitness Club

Stell dir vor: Du wachst in einem echten Bett auf, das Dachfenster deines eigenen Glamping-Zelts gibt den Blick auf einen Sternenhimmel frei, wie du ihn noch nie gesehen hast. Kein Lärm, keine Hektik – nur das Rauschen des Meeres und der Duft von Zitronenbäumen. Genau das erwartet dich im Female Future Fitness Club. Dieses exklusive Outdoor-Glamping-Camp liegt auf Sardinien, eingebettet in eine 3000 Quadratmeter große Oase mit direktem Meerblick. Nur fünf Teilnehmerinnen teilen sich diesen Rückzugsort. Das bedeutet maximale Privatsphäre und eine intensive, persönliche Betreuung.

Das Konzept ist so simpel wie genial: Du verbindest deinen Urlaub mit nachhaltiger Fitness und mentaler Stärke. Morgens startest du mit Yoga oder Functional Training auf der Outdoor-Area, mittags genießt du sardische Köstlichkeiten – frisch, regional und voller Geschmack – und nachmittags entscheidest du: Wanderung zum Capo Caccia, Schnorcheln in versteckten Buchten oder einfach nur Lesen im Schatten der Zitronenbäume. Der Flughafen-Shuttle holt dich direkt am Airport Alghero (AHO) ab und bringt dich stressfrei ins Camp. Dein Zelt ist kein Notbehelf, sondern ein stilvolles Zuhause auf Zeit mit richtigem Bett, Strom und eben jenem Dachfenster für die Sterne.

Das ist keine Massenabfertigung. Das ist deine Auszeit. Ein Ort, an du du durchatmen, Kraft tanken und Gleichgesinnte treffen kannst. Die Gruppe ist klein, die Wirkung groß. Du gehst nicht nur erholt nach Hause, sondern gestärkt – körperlich und mental.

Ja! Ich will dabei sein!

Female Future Fitness Club Glamping Zelt unter Zitronenbäumen mit Meerblick

Warum der Nordwesten Sardiniens dein nächstes Abenteuer wird

Sardinien ist nach Sizilien die zweitgrößte Insel im Mittelmeer. Politisch gehört sie zu Italien, bildet aber mit den kleinen vorgelagerten Inseln die Autonome Region Sardinien. Die Region hat eine Fläche von 24.090 km² und zählt 1.561.339 Einwohner. Doch Zahlen erzählen nicht das, was du fühlst, wenn du hier ankommst. Der Nordwesten ist anders. Er ist wilder, authentischer, weniger glatt poliert als der Nordosten um die Costa Smeralda. Hier gibt es keine Promi-Yachten im Hafen, sondern Fischerboote, die morgens den Fang an Land ziehen. Hier riecht die Luft nach Salz, Macchia, wildem Thymian und manchmal nach dem Rauch eines Grills, auf dem gerade ein Fisch brutzelt.

Du landest in Alghero (AHO), nimmst den Mietwagen und nach zwanzig Minuten fährst du durch Landschaften, die wie gemalt wirken. Olivenhaine, Korkeichenwälder, dazwischen Trockenmauern, die seit Jahrhunderten das Land strukturieren. Die Küste bricht abrupt ab in steile Kalkklippen oder flacht sanft ab zu Lagunen, in denen Flamingos stehen. Es ist diese Vielfalt auf engstem Raum, die den Reiz ausmacht. Du kannst morgens an einem Strand liegen, der aussieht wie die Karibik, mittags durch eine Höhle klettern, die Neptun geweiht war, und abends in einer Trattoria sitzen, wo die Nonna noch selbst die Pasta rollt. Kein Massentourismus, keine Bettenburgen, die den Horizont versperren. Nur du, die Natur und eine Kultur, die stolz auf ihre Eigenständigkeit ist. Die Sarden sagen nicht „Ich bin Italiener“, sie sagen „Ich bin Sarde“. Das spürst du in jedem Gespräch, in jedem Glas Wein, in jedem „Salute“, das dir zugeworfen wird.


Die schönsten Strände im Nordwesten

Strände gibt es hier wie Sand am Meer – im wahrsten Sinne. Aber Qualität schlägt Quantität. Die Strände im Nordwesten haben Charakter. Sie sind nicht einfach nur „schön“, sie erzählen Geschichten. Vom feinen, weißen Sand der La Pelosa bis zum dunklen, grobkörnigen Vulkansand von Porto Ferro. Das Wasser ist überall eine Wucht: klar, kühl, in Tönen von Türkis bis Tiefblau, die dich beim Anblick schon runterkühlen an heißen Tagen.


La Pelosa – Postkartenmotiv in Stintino

Kennst du diese Bilder von Sardinien, die wie bearbeitet wirken? Weißer Sand, flaches Wasser, ein alter Wachturm auf einer kleinen Insel vor der Küste? Das ist La Pelosa. Und ja, sie sieht in echt genau so aus. Der Sand ist so fein, dass er wie Puderzucker zwischen den Zehen rieselt. Das Wasser ist so flach, dass du hundert Meter hineingehen kannst und es dir gerade mal bis zum Bauchnabel reicht. Perfekt für Familien, perfekt für Fotos, perfekt zum Abschalten. Der Torre della Pelosa, der spanische Wachturm aus dem 16. Jahrhundert, thront auf der Isola Piana und wirkt wie ein Wächter über diesem Paradies.

Aber: Du bist nicht allein. Im Hochsommer füllt sich der Strand früh. Mein Tipp: Sei bei Sonnenaufgang da. Das Licht ist magisch, der Sand noch kühl, und du hast die Bucht fast für dich. Später am Tag lohnt sich ein Spaziergang zum Capo Falcone, dem nördlichsten Zipfel der Insel. Der Wind pfeift dir um die Ohren, der Blick geht rüber nach Korsika, und du verstehst, warum dieser Ort strategisch so wichtig war. Parken ist reglementiert, du brauchst oft ein Ticket oder buchst vorab. Nimm Wasser und Snacks mit, die Bars sind teuer und voll. Und nimm den Sand nicht mit nach Hause – die Sarden hassen das, und es wird kontrolliert.


Porto Ferro – Wellen und Einsamkeit

Vergiss La Pelosa. Porto Ferro ist das Gegenteil. Hier ist der Sand ockerfarben, fast orange, vulkanischen Ursprungs. Das Wasser ist tiefer, die Wellen höher. Surfer lieben diesen Spot, denn der Mistral bläst hier oft ungebremst herein. Hinter dem Strand erheben sich Dünen, bewachsen mit Wacholder und Macchia. Dahinter liegt der Lago di Baratz, der einzige natürliche Süßwassersee Sardiniens. Ein Paradies für Vögel und Wanderer.

Du findest hier keine Liegenvermieter, keine laute Musik. Du findest Weite. Du legst dein Handtuch in den Sand, hörst nur das Rauschen des Meeres und den Wind in den Dünen. Abends wird es einsam – im besten Sinne. Die Sonne versinkt hinter den Hügeln, färbt den Sand rotgold. Wenn du Glück hast, siehst du Delfine vor der Küste. Nimm festes Schuhwerk mit für den Weg über die Dünen und eine Windjacke. Der Mistral kennt keine Gnade, auch nicht im August.


Badebuchten der Halbinsel Capo Caccia

Capo Caccia ist der markante Felsklotz, der die Bucht von Alghero nach Nordwesten abschließt. Die Steilküste fällt hier senkrecht ins Meer. Strände im klassischen Sinn suchst du vergebens. Dafür findest du Buchten, die nur per Boot oder über steile Pfade erreichbar sind. Cala della Barca, Cala Inferno, Porto Conte. Das Wasser hier hat eine Intensität, ein Blau, das fast wehtut. Schnorcheln ist Pflicht. Die Unterwasserwelt ist intakt, Felsen, Seegraswiesen, Schwärme von Barrakudas, vielleicht ein Oktopus, der sich tarnt.

Die Grotta di Nettuno (Neptunsgrotte) ist der Star. Du erreichst sie über die „Escala del Cabirol“ – 654 Stufen, die in die Klippe gehauen sind. Der Abstieg ist ein Erlebnis, der Aufstieg ein Workout. Alternativ fährt das Boot vom Hafen Alghero. Drinnen: Stalaktiten, Stalagmiten, ein Salzwassersee. Touristisch? Ja. Beeindruckend? Unbedingt. Plane Zeit ein, die Stufen verzeihen keine Eile.

Vorteile

  • Unglaubliche landschaftliche Vielfalt auf kurzer Distanz
  • Weniger überlaufen als der Nordosten (Costa Smeralda)
  • Authentische sardische Kultur & Sprache (Katalanisch in Alghero)
  • 💶 Hervorragende Küche (Meer & Land) zu fairen Preisen
  • 🏖️ Ideal für Aktivurlaub: Wandern, Klettern, Tauchen, Surfen

Nachteile

  • Öffentlicher Nahverkehr lückenhaft – Mietwagen fast Pflicht
  • Mistral-Wind kann im Sommer stark wehen (Surfer freuen sich, Badenixen weniger)
  • 📅 Einige Top-Spots (La Pelosa) benötigen Vorab-Buchung / Limitierung
  • 🏨 Weniger Luxus-Infrastruktur (5-Sterne-Hotels sind rar)
  • Straßen an der Küste kurvig, schmal, teils schlechter Belag

Aktivitäten und Ausflüge

Nichtstun ist die schönste Aktivität. Aber wenn du Lust hast, bietet der Nordwesten ein Programm, das keine Wünsche offenlässt. Die Landschaft fordert dich heraus, sie belohnt dich mit Ausblicken, die du nie vergisst. Ob zu Fuß, per Boot, unter Wasser oder auf zwei Rädern – Bewegung fühlt sich hier nicht wie Sport an, sondern wie Entdecken.


Nationalpark Asinara – Wandern mit Eseln

Die Insel Asinara liegt vor der Küste von Stintino. Früher Quarantänestation, dann Hochsicherheitsgefängnis (hier saßen Mafia-Bosse wie Totò Riina), heute Nationalpark. Keine Autos, keine Hotels, keine Bewohner – außer den weißen Eseln (Asinelli bianchi). Diese kleinen, robusten Tiere sind das Wahrzeichen der Insel. Sie laufen frei herum, grasen an den Wegrändern, schauen gelassen zu, wie du vorbeikommst.

Du erreichst die Insel per Fähre von Stintino oder Porto Torres. Vor Ort kannst du Fahrräder mieten, einen Geländewagen-Tour buchen oder – am besten – wandern. Wege führen an verlassenen Gefängnismauern vorbei, durch Macchia, an Buchten mit Wasser so klar, dass du den Grund in 20 Metern Tiefe siehst. Cala Sabina, Cala d’Oliva, Cala dei Detenuti. Die Namen klingen nach Geschichte. Nimm Proviant, Wasser, Sonnenschutz. Es gibt eine Bar in Cala Reale, aber Verlass dich nicht drauf. Die Stille hier ist laut. Der Wind, die Zikaden, das Meer. Ein Tag auf Asinara wirkt wie eine Woche Entgiftung.


Alghero – Katalanisches Flair und Unterwasserhöhlen

Alghero (auf Katalanisch: L’Alguer) ist das Tor zum Nordwesten. Die Stadt wurde im 14. Jahrhundert von Katalanen besiedelt, und das Erbe lebt. Zweisprachige Straßenschilder, katalanische Feste, die Sprache in den Schulen, die Architektur der Altstadt. Die Stadtmauern fallen direkt ins Meer. Abends flanierst du auf den Bastionen (Bastioni Marco Polo), trinkst einen Spritz, schaust der Sonne beim Untergehen zu. Die Gassen dahinter sind ein Labyrinth aus gelbem Sandstein, kleinen Plätzen, Boutiquen, Eisdielen, Fischrestaurants.

Vom Hafen starten Boote zur Grotta di Nettuno und zu Tauchspots. Das Capo Caccia – Isola Piana Meeresschutzgebiet ist eines der besten Tauchreviere im Mittelmeer. Korallenriffe (Corallo Rubrum, das rote Gold Algheros), Gorgonien, Höhlensysteme. Auch Schnorchler kommen an der Küste von Maria Pia oder Lido San Giovanni auf ihre Kosten. Shoppe Corallo-Schmuck in den Goldschmiedewerkstätten der Altstadt – ein Souvenir fürs Leben.


Bootstouren zur Insel Caprera

Caprera liegt eigentlich im Nordosten, vor La Maddalena, aber viele Bootstouren ab Stintino oder Porto Torres fahren dort hin, oft kombiniert mit dem Archipel von La Maddalena. Es lohnt sich. Caprera ist die Insel von Giuseppe Garibaldi, dem Helden der Einigung Italiens. Sein Haus (Casa Bianca) ist Museum. Die Natur ist wild, die Strände (Cala Coticcio – „Tahiti“) sind Legende. Granitfelsen, vom Wind geformt, Pinienwälder, glasklares Wasser. Eine Ganztagestour auf dem Wasser, Springen von Klippen, Mittagessen an Bord, Delphine im Bugwasser – das ist Urlaub, wie er im Bilderbuch steht. Buche früh, die Boote sind im Sommer voll.


Thematisch passendes Bild zu Nordwesten Sardinien - Abschnitt 3

Kulinarische Highlights der Region

Essen auf Sardinien ist keine Nebensache. Es ist Identität. Im Nordwesten treffen zwei Welten aufeinander: Das Meer mit seinem Reichtum an Fisch, Krustentieren, Muscheln und das Landesinnere mit der Hirtenkultur – Schafe, Ziegen, Schweine, Wildkräuter. Die Küche ist deftig, ehrlich, handwerklich perfekt. Keine Experimente, sondern Perfektion der Tradition.


Frischer Fisch und bottarga in Stintino

Stintino ist das Fischerdorf schlechthin. Der Hafen riecht nach Salz und Diesel und frischem Fang. In den Restaurants am Wasser (wie dem berühmten „Da Andrea“ – reservieren Pflicht!) isst du Spaghetti alla Bottarga. Bottarga ist der Rogen der Grauen Meeräsche, getrocknet, gepresst, in Bienenwachs gereift. „Kaviar der Sarden“. Du hobelst ihn hauchdünn über die Pasta mit gutem Olivenöl, Knoblauch, Petersilie. Mehr braucht es nicht. Dazu gegrillter Wolfsbarsch (Spigola) oder Dorade (Orata), nur mit Salz, Zitrone, Kräutern. Frittura Mista – frittierter Fisch und Calamari – knusprig, nicht fettig. Und ein Glas Vermentino di Sardegna DOC, kühl, mineralisch, mit dieser typischen Mandelnote im Abgang.


Weinproben in den Hügeln von Sorso

Hinter der Küste erheben sich die Hügel. Hier wächst der Vermentino, aber auch der Cannonau, der kräftige Rotwein der Sarden (verwandt mit Grenache). Sorso und Sennori sind Wein-Dörfer. Alte Familienbetriebe (Cantina Sociale, Tenute, kleine Aziende) öffnen ihre Türen. Du probierst im Schatten von Korkeichen, schaust auf die Weinberge, das Meer glitzert fern am Horizont. Dazu gibt es Pane Carasau (das „Notenblattbrot“, hauchdünn, knusprig), Pecorino (Schafskäse, jung mild, alt scharf), Salame, Honig. Die Gastfreundschaft ist überwältigend. Du kommst als Gast, gehst als Freund. Kauf Wein direkt ab Hof – er schmeckt zu Hause fast so gut wie hier.


Reisetipps und Anreise

Gute Planung ist die halbe Miete. Sardinien verzeiht Improvisation nicht gerne, besonders im Sommer. Die Infrastruktur ist insular – einmal verpasst, wartest du lange.


Flughafen Alghero (AHO) und Shuttle-Service

Der Flughafen Alghero-Fertilia (AHO) liegt nur 10 km nördlich der Stadt, 30 km von Stintino. Er wird saisonal stark angeflogen (Ryanair, Volotea, saisonale Charter). Alternativ: Olbia (OLB) im Nordosten, ca. 1,5 Std. Fahrt, oder Cagliari (CAG) im Süden, ca. 2,5 Std. Mietwagen am Flughafen AHO: Buche *monate* im Voraus. Ohne Auto bist du hier gelähmt. Taxis sind teuer, Busse selten. Unser Tipp: Wenn du beim Female Future Fitness Club buchst, ist der Shuttle vom Flughafen AHO direkt ins Camp inklusive. Stressfrei ankommen, aussteigen, wohlfühlen. Parken in Alghero Altstadt: Nutze die Parkhäuser (Piazza della Mercede, Via Sassari), die ZTL (Verkehrsberuhigte Zone) wird per Kamera überwacht, Strafen sind hoch.


Beste Reisezeit und Packliste

Mai bis Juni & September bis Oktober: Perfekt. Wassertemperatur 20-24°C, Luft 25-28°C, wenig Touristen, blühende Macchia, ideale Wanderbedingungen. Juli/August: Heiß (30-35°C+), voll, teuer, Mistral oft stark. Wenn du musst: Buche alles vor. November bis April: Mild (12-18°C), ruhig, viele Hotels/Restaurants geschlossen, ideal für Kultur & Wandern, aber kein klassischer Badeurlaub.

Packliste Essentials: Gute Wanderschuhe (Sohlen profiliert für Fels/Stein), Windjacke (Mistral!), Sonnenschutz (Hut, Brille, LSF 50), Wasserschuhe (Kieselstrände, Seeigel), Trockenbeutel für Handy/Geld am Boot/Strand, Adapter (Typ C/F/L – Italien hat oft noch Typ L mit 3 Pins), Bargeld (Kleinbetriebe nehmen oft nur Cash), Italiano/ Sardo Wörterbuch (Lächeln reicht oft, aber „Buongiorno“ und „Grazie“ öffnen Türen).


Pack die Koffer: Dein Sardinien-Abenteuer wartet

Der Nordwesten Sardiniens ist kein Ziel, das du einfach abhakst. Es ist ein Ort, der dich verändert. Die Weite des Horizonts, die Kraft des Meeres, die Stille der Macchia, der Geschmack von Salz auf den Lippen und Wein auf der Zunge – das bleibt. Du findest hier keine künstliche Welt, sondern das Echte. Raue Schönheit, stolze Menschen, eine Natur, die sich nicht zähmen lässt. Ob du nun die Stufen zur Neptunsgrotte hinabsteigst, mit den weißen Eseln auf Asinara Augenkontakt hältst, in Stintino die beste Pasta deines Lebens isst oder unter Zitronenbäumen in deinem Glamping-Zelt die Sterne zählst – du sammelst Momente, die kein Souvenir ersetzen kann.

Drei Dinge nimmst du mit: Die Erkenntnis, dass Luxus nicht Gold und Marmor bedeutet, sondern Platz, Zeit und Stille. Die Gewissheit, dass dein Körper mehr kann, als du dachtest, wenn du ihn forderst – beim Wandern, Schwimmen, Yoga. Und das Gefühl, angekommen zu sein, ohne daheim zu sein. Sardinien lässt dich nicht mehr los. Es ruft dich zurück. Immer wieder.


Die häufigsten Fragen und Antworten zum Thema Nordwesten Sardinien


Brauche ich zwingend einen Mietwagen im Nordwesten Sardiniens?

Ja, absolut. Der öffentliche Nahverkehr (ARST Busse) verbindet zwar die größeren Orte (Alghero, Porto Torres, Stintino, Sassari), aber die Taktung ist dünn, besonders am Wochenende und abends. Die schönsten Strände (Porto Ferro, Capo Caccia Buchten), der Nationalpark Asinara (Fährhafen Stintino/Porto Torres) und die Weingüter im Hinterland (Sorso, Sennori) sind ohne Auto kaum oder nur mit großem Zeitverlust erreichbar. Buche den Mietwagen so früh wie möglich, im Sommer sind die Kontingente oft ausgebucht.



Ist La Pelosa wirklich so überlaufen? Wie umgehe ich die Menschenmassen?

Im Juli und August zwischen 11:00 und 16:00 Uhr: Ja, es ist sehr voll. Die Gemeinde Stintino hat ein Zugangslimit eingeführt (oft 1500-2000 Personen gleichzeitig), online buchbar. Die besten Strategien: 1. Gehe bei Sonnenaufgang (ca. 6:00-7:30 Uhr) – magisches Licht, leerer Strand, kühler Sand. 2. Gehe spät nachmittags ab 17:00 Uhr – das Licht wird weicher, viele Tagesgäste fahren weg. 3. Weiche auf benachbarte Buchten aus: Le Saline (Richtung Porto Torres) oder die Strände der Halbinsel Capo Caccia (per Boot oder Wanderung).



Was ist das Besondere an Alghero im Vergleich zu anderen sardischen Städten?

Alghero ist die einzige Stadt Sardiniens, in der noch aktiv ein katalanischer Dialekt (Alguerès) gesprochen wird – Erbe der aragonesischen Eroberung 1354. Das prägt Straßenschilder (zweisprachig), Feste (Setmana Santa, Festa de Sant Jordi), Architektur (gotisch-katalanisch) und Mentalität. Die Altstadt ist eine der besterhaltenen und schönsten der Insel, direkt am Meer, mit mächtigen Bastionen. Dazu kommt die Nähe zu Top-Naturhighlights (Capo Caccia, Neptunsgrotte, Asinara-Fähre) und eine exzellente Gastronomie-Szene. Sie ist „Stadt“ und „Urlaubsort“ gleichzeitig, ohne den Charme zu verlieren.



Lohnt sich ein Ausflug zur Asinara mit Kindern?

Bedingt. Die Insel ist ein Nationalpark ohne Autos, Schatten ist rar (Macchia), Wege sind lang und oft steinig/schottrig. Für kleinere Kinder (unter 8-10 Jahren) kann die Hitze und die Distanz anstrengend werden. Die Fähre dauert ca. 1-1,5 Std. hin und zurück. Besser: Buche eine Geländewagen-Tour (gibt es ab Stintino/Porto Torres), die die Hauptpunkte (Cala Reale, Cala d’Oliva, Gefängnis, Esel) anfährt. Nimm unbedingt viel Wasser, Snacks, Sonnenschutz, Mückenspray und Badesachen mit (Cala Sabina ist kinderfreundlich). Für Teenager und wanderfreudige Familien: Top!



Was kostet ein Urlaub im Nordwesten im Vergleich zur Costa Smeralda?

Deutlich günstiger. Die Costa Smeralda (Porto Cervo, Baja Sardinia) ist auf High-End-Luxus ausgelegt (Hotels 500-2000€/Nacht, Restaurantpreise entsprechend). Im Nordwesten (Alghero, Stintino, Bosa, Castelsardo, Hinterland) findest du ein breites Spektrum: Charmante B&Bs, Agriturismi (Bauernhöfe mit Zimmern/Essen), Ferienwohnungen, 3-4 Sterne Hotels oft für 80-180€/Nacht (Nebensaison) bis 200-350€ (Hochsommer). Essen im Restaurant: Primi 10-15€, Secondi (Fisch/Fleisch) 18-30€, Hauswein 10-15€/Karaffe. Lebensqualität und Authentizität sind hier oft höher „pro Euro“.



Armin Bichler
Armin Bichler

Journalist, Marketing-Experte und Sardinien-Fan

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