Sardinien Roadtrip: 7 Highlights für deine perfekte Route
Sardinien Roadtrip planen? Hier findest du die 7 schönsten Routen, versteckte Buchten, Tipps zu Mietwagen, Fähre & Unterkünfte für deinen perfekten Urlaub.
Was du zum Thema Sardinien Roadtrip wissen musst
- ⏱️ Plane deine Route niemals zu voll – Sardinien ist größer, als es aussieht. Für eine Rundreise solltest du mindestens 10 Tage einplanen, sonst verbringst du die Hälfte der Zeit im Auto.
- Der Nordwesten (Alghero, Costa Smeralda) ist touristischer und teurer, der Osten (Orosei-Golf, Supramonte) wilder und einsamer – der ideale Mix liegt in der Mitte.
- ⏱️ Mietwagen sind Pflicht, aber Buche ihn frühzeitig und möglichst mit Vollkasko ohne Selbstbeteiligung – die Küstenstraßen sind eng und Schrammen keine Seltenheit.
- 💶 Die beste Reisezeit ist die Übergangszeit (Mai/Juni und September/Oktober) – dann sind die Temperaturen angenehm, die Strände leerer und die Preise niedriger.
- 🌐 Verlass dich nicht nur auf Online-Karten – lade dir vorab Offline-Karten für Google Maps oder Maps.me herunter, denn in den Bergen und an der Ostküste gibt es oft keinen Empfang.
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Stell dir vor: Du sitzt in einem gemieteten Fiat Panda, die Fenster runtergedreht, der Duft von Macchia-Kräutern und Salz in der Nase. Vor dir schlängelt sich eine schmale Küstenstraße, links das türkisfarbene Meer, rechts steile Felsen mit uralten Olivenbäumen. Du hältst an einem fast leeren Strand, springst ins klare Wasser – und das alles in deinem eigenen Tempo. Genau das ist der Zauber eines Sardinien Roadtrips.
Ich selbst bin schon dreimal auf diese Art durch die Insel gereist. Einmal mit dem Wohnmobil, einmal mit dem Motorrad, einmal als reiner Camping-Trip. Jedes Mal habe ich neue Ecken entdeckt. Und jedes Mal habe ich mindestens einen Fehler gemacht: zu viele Kilometer an einem Tag, die falsche Unterkunftsbeschreibung, oder die Unterschätzung der sardischen Mittagshitze. Aus diesen Erfahrungen ist dieser Guide entstanden – ehrlich, direkt und ohne Bullshit.
Kein Reiseführer-Textbaustein, sondern das, was ich gern vor meiner ersten Reise gewusst hätte. Dein Roadtrip wird anders sein als meiner. Aber mit den richtigen Grundlagen wird er garantiert unvergesslich.
Unsere Empfehlungen & Einsatzgebiete für: Sardinien Roadtrip
Besonderes Highlight: Female Future Fitness Club – Glamping & Fitness
Exklusives Outdoor-Glamping-Camp unter Zitronenbäumen mit Meerblick
Vielleicht hast du auf deinem Roadtrip irgendwann Lust auf eine Auszeit der besonderen Art. Keine Hektik, kein tägliches Kofferpacken, sondern einfach mal ankommen. Genau das bietet der Female Future Fitness Club – ein exklusives Outdoor-Glamping-Camp mitten auf Sardinien, unter Zitronenbäumen mit direktem Meerblick.
Stell dir vor: Du wachst morgens auf, hörst nur die Wellen und die Vögel, öffnest die Augen und siehst durch ein Dachfenster den Sternenhimmel oder die aufgehende Sonne. Dein Zelt ist kein Plastik-Iglu, sondern ein echtes Glamping-Zelt mit einem richtigen Bett, bequemen Decken und einer Terrasse mit Meerblick. Du schläfst in der Natur, aber ohne auf Komfort zu verzichten.
Nur 5 Teilnehmerinnen auf 3000 Qm – persönliche Betreuung
Das Besondere: Hier gibt es keinen Massentourismus. Das Camp hat nur 5 Plätze gleichzeitig, verteilt auf 3000 Quadratmeter Fläche. Du hast also mehr Privatsphäre als in den meisten Hotels. Gleichzeitig bist du aber nicht allein – die Gruppe ist klein, sodass echte Verbindungen entstehen. Morgens gemeinsame Yoga-Einheiten unter den Zitronenbäumen, abends Kochen mit lokalen Zutaten, tagsüber Ausflüge zu geheimen Stränden oder in die Berge.
Inklusive: Flughafen-Shuttle, eigenes Glamping-Zelt mit echtem Bett & Dachfenster zum Sternegucken, sardisches Essen, vielfältige Aktivitäten
Im Preis enthalten sind der Transfer vom Flughafen Olbia oder Alghero, alle Mahlzeiten (frisch zubereitet mit Produkten aus der Region), tägliche Aktivitäten wie Yoga, Krav-Maga-Schnupperkurse, Wanderungen, Kochworkshops und vieles mehr. Du musst nichts planen – einfach hinkommen und genießen.
Das ganze Konzept ist auf Frauen zugeschnitten, die mal raus wollen aus dem Alltag, die ihre Fitness verbessern, neue Leute kennenlernen und einfach eine Auszeit in der schönsten Natur Sardiniens verbringen wollen. Mehr Infos und Buchung auf der Website: Female Future Fitness Club.
Ja! Ich will dabei sein!
Die perfekte Planung für deinen Sardinien Roadtrip
Beste Reisezeit & Dauer
Der Klassiker unter den Reisezeiten ist der späte Frühling und der frühe Herbst. Von Mitte Mai bis Ende Juni blüht die Macchia, die Strände sind noch nicht überfüllt, und die Temperatur liegt angenehm zwischen 22 und 28 Grad. Im September ist das Wasser noch warm, die Touristenströme ebben ab – perfekt für entspannte Erkundungen. Der Juli und August sind heiß, teuer und voll. Wenn du flexibel bist, meide diese Monate, sonst verbringst du mehr Zeit im Stau als am Strand.
Wie viele Tage brauchst du? Für einen groben Nord-Süd-Rundkurs solltest du mindestens 10 Tage einplanen, besser 14. Mit einer Woche wirst du dich hetzen und ständig weiterfahren müssen – das kann auch Spaß machen, aber es ist eher ein Abenteuer als Erholung. Ich empfehle: 14 Tage, 5 Stationen, 2 bis 3 Nächte pro Ort. So hast du Zeit für spontane Abstecher, morgendliche Badestunden und abendliche Gelati-Runden.
Anreise: Fähre vs. Fliegen & Mietwagen
Hier gibt es keine pauschale Antwort, sondern eine Typfrage. Wenn du flexibel sein willst und dein eigenes Auto mitnehmen möchtest, sind die Fähren von Genua, Livorno, Rom oder Neapel die richtige Wahl. Die Überfahrt kostet dich zwischen 100 und 300 Euro pro Strecke (je nach Fahrzeug und Kabine) und dauert zwischen 6 und 14 Stunden. Dafür hast du dein Auto dabei und sparst dir den Mietwagen vor Ort. Nachteil: Du musst erst einmal an den Festlandhafen kommen, und die Ticketpreise steigen in der Hochsaison enorm.
Fliegen ist bequemer, besonders wenn du von Norddeutschland oder aus Österreich kommst. Flughäfen sind Olbia (für den Nordosten und die Costa Smeralda), Alghero (für den Nordwesten) und Cagliari (für den Süden). Buche deinen Mietwagen am besten schon vier Wochen vorher – die Preise für spontane Buchungen sind auf Sardinien oft doppelt so hoch. Achte auf Vollkasko ohne Selbstbeteiligung und fotografiere den Wagen bei der Übergabe genau ab. Die sardischen Straßen sind nicht immer gut asphaltiert, die Italiener fahren forsch, und Steinschläge sind keine Seltenheit.
Vorteile
- ⏱️ Absolute Freiheit: Du entscheidest, wo du wann hältst – spontane Abstecher zu versteckten Buchten sind jederzeit möglich.
- ⛰️ Vielfältige Routen: Von Küstenparadiesen bis zu abgelegenen Bergdörfern – du erlebst die ganze Bandbreite Sardiniens.
- 🧾 Flexibilität bei der Unterkunft: Du musst nicht jeden Tag an einem festen Ort schlafen, sondern kannst je nach Laune Campingplätze oder Agriturismi ansteuern.
- 🏖️ Authentizität: Du begegnest Einheimischen in kleinen Bars und auf Märkten, weit weg vom Pauschalurlauber-Getümmel.
Nachteile
- ⏱️ Zeitaufwand: Du sitzt täglich ein bis drei Stunden im Auto – besonders die Küstenstraßen im Osten sind kurvig und langsam.
- 💶 Mietwagen-Kosten: Gute Vollkasko-Wagen sind teuer, vor allem in der Hochsaison und wenn du spontan buchst.
- 💶 Parkplatz-Suche: An beliebten Stränden wie La Pelosa oder Cala Goloritzé sind die Parkplätze begrenzt und teuer (bis zu 40 Euro pro Tag).
- 🤖 Planungsaufwand: Ohne grobe Route riskierst du, an überbuchten Unterkünften oder komplett ausgebuchten Ferienhäusern zu scheitern.
Packliste & wichtige Apps
Packe leicht, aber clever. Ein guter Sonnenhut, festes Schuhwerk für Wanderungen (die Cala Goloritzé erreichst du nur zu Fuß), ein schnelltrocknendes Handtuch und eine Powerbank sind essenziell. Nimm unbedingt Badeschuhe mit – viele Strände sind kieselig oder felsig, und Seeigel lauern im flachen Wasser. Ein Kühlschrank fürs Auto ist Gold wert: Wasser, Melone, Pecorino und Oliven kühl zu halten ist im Sommer ein Gamechanger.
An Apps sind für deinen Sardinien Roadtrip unverzichtbar: Google Maps (mit Offline-Karten), Maps.me (bessere Abdeckung in ländlichen Gebieten), Park4Night (für Camping- und Wohnmobil-Stellplätze), und die App „Spiagge“ (italienisch für Strände, zeigt offizielle und geheime Badebuchten). Für Wanderungen empfehle ich Komoot – die meisten Trails auf Sardinien sind dort markiert und bewertet.
Route 1: Der Klassiker – Nordwesten (Olbia → Alghero → Costa Smeralda)
Highlights: La Pelosa, Neptungrotten, Capo Caccia
Diese Route ist der Inbegriff des sardischen Urlaubsgefühls: blendend weiße Strände, schroffe Kalksteinklippen und das berühmte türkise Wasser. Startpunkt Olbia bietet sich an, weil der Flughafen gut angebunden ist und du sofort in die Landschaft eintauchst. Von Olbia fährst du zunächst in Richtung Costa Smeralda – Porto Cervo, Porto Rotondo, die Villen der Reichen und Schönen. Die Strände hier sind wunderschön, aber auch teuer und voll. Der Geheimtipp ist der Strand Liscia Ruia kurz vor Palau – weniger überlaufen und genauso paradiesisch.
Weiter geht es nach Alghero, der katalanischen Stadt an der Nordwestküste. Die Altstadt mit ihren engen Gassen, der Fischmarkt und die Promenade laden zum Bummeln ein. Absolute Pflicht ist die Bootstour zu den Neptungrotten (Grotta di Nettuno). Die Höhle ist riesig, surreal schön – und nur per Boot oder über eine steile Treppe (Escala del Cabirol) erreichbar. Nimm dir Zeit: Die 654 Stufen lohnen sich, aber du solltest gut zu Fuß sein.
Der Strand La Pelosa bei Stintino ist der vielleicht fotogenste Strand Sardiniens – flach, puderzuckerfeiner Sand, das Wasser glasklar. Der Haken: Im Sommer ist er rappelvoll, die Parkgebühren sind gepfeffert, und du musst früh da sein (vor 9 Uhr). Ein Alternativ-Tipp: Der Strand Le Saline gleich um die Ecke – weniger spektakulär, aber entspannter.
Übernachten: Camping vs. Agriturismo
Der Nordwesten ist teuer. Hotels kosten schnell 150 Euro aufwärts, besonders in Alghero und an der Costa Smeralda. Eine gute Alternative sind Agriturismi – Bauernhöfe, die Unterkunft und oft auch Abendessen anbieten. Du schläfst mitten in der Macchia, isst hausgemachte Pasta und trinkst Wein, der noch nach dem Regen der letzten Woche schmeckt. Buche frühzeitig, die guten Plätze sind schnell weg.
Camping ist in dieser Region ebenfalls möglich, aber nicht überall erlaubt. Offizielle Campingplätze gibt es zum Beispiel bei Capo Caccia und bei Stintino. Wildcampen ist in ganz Italien offiziell verboten, wird aber toleriert, wenn du dich unauffällig verhältst – kein Feuer, kein Müll, keine laute Musik.

Route 2: Der Wilde Osten – Orosei Golf & Supramonte (Olbia → Cala Gonone → Arbatax)
Cala Goloritzé, Cala Luna & Wanderungen
Diese Route ist nichts für Leute, die nur im Auto sitzen wollen. Der Osten Sardiniens ist wild, bergig und einsam. Die Küste ist geprägt von tief eingeschnittenen Buchten, die nur zu Fuß oder per Boot erreichbar sind. Das absolute Highlight ist die Cala Goloritzé – ein Kieselstrand, der von schroffen Felsen umgeben ist und an dem ein natürlicher Felsbogen ins Meer ragt. Der Weg dorthin ist eine Wanderung von etwa einer Stunde, steil, steinig, aber die Belohnung ist unbeschreiblich. Bitte nimm genug Wasser mit – im Schatten ist es noch 30 Grad heiß.
Cala Luna ist eine weitere Perle, größer und bekannter, aber auch leichter erreichbar. Du kannst sie von Cala Gonone aus mit einem Kajak oder einem kleinen Boot ansteuern. Von Cala Gonone aus starten auch die meisten Bootstouren, die dich zu den unzugänglicheren Buchten bringen – unbedingt machen! Eine Tagestour kostet um die 40 Euro und beinhaltet Mittagessen an Bord.
Der Supramonte – das Hinterland – ist ein Paradies für Wanderer und Kletterer. Das Tal Su Gorropu ist eine der tiefsten Schluchten Europas. Du kannst sie auf eigene Faust erkunden oder an einer geführten Tour teilnehmen. Achtung: Die Wege sind extrem steinig, gutes Schuhwerk und Trittsicherheit sind Voraussetzung.
Tipp: Bootstouren ab Cala Gonone
Wenn du nur eine Bootstour in deinem Leben machen kannst, dann nimm diese. Du siehst die Küste aus einer völlig neuen Perspektive: versteckte Höhlen, einsame Buchten, Felsen, die aussehen wie riesige Elefanten. Die Touren starten morgens gegen 9 oder nachmittags um 14 Uhr. Nimm dir Sonnencreme, einen Snack und eine Kamera mit – und sei bereit, an drei bis vier verschiedenen Stellen zu baden.
Route 3: Der Süden – Karibik-Feeling & Geschichte (Cagliari → Villasimius → Costa del Sud)
Strände: Chia, Tuerredda, Porto Giunco
Der Süden Sardiniens ist für seine langen Sandstrände bekannt, die an die Karibik erinnern. Der Strand von Chia ist ein Traum: weißer Sand, Dünen, türkisfarbenes Wasser. Aber auch hier gilt: Im Sommer extrem voll. Besser du kommst im September, dann hast du fast das ganze Paradies für dich allein.
Der Strand Tuerredda ist eine kleine Bucht mit smaragdgrünem Wasser – perfekt für Schnorchelanfänger, weil das Wasser flach ist und es viele Fische gibt. Porto Giunco bei Villasimius ist der wohl bekannteste Strand der Region. Die Parkgebühren sind hoch, aber der Strand ist gigantisch und bietet auch bei Hochbetrieb noch ausreichend Platz.
Kultur: Nora, Cagliari Altstadt
Die antike Stadt Nora ist ein archäologischer Park direkt am Meer. Du siehst römische Mosaike, ein Theater und ein Badehaus – und das alles mit Meerblick. Der Eintritt kostet etwa 8 Euro und lohnt sich für alle, die Geschichte nicht nur in Museen erleben wollen.
Cagliari selbst ist eine unterschätzte Stadt. Die Altstadt (Castello) liegt auf einem Hügel, die Gassen sind eng, die Wäsche hängt über der Straße, und überall duftet es nach Kaffee und frischem Fisch. Nimm dir einen Nachmittag Zeit, um einfach durch die Straßen zu schlendern, auf der Pinta (der Fußgängerpromenade) zu flanieren und in einer der kleinen Trattorias zu essen. Und ja, die Flamingos im Molentargius-Park am Stadtrand sind echt – du wirst sie sehen.
Route 4: Das Insel-Innere – Barbagia & Gennargentu (Authentisches Sardinien)
Orgosolo Wandbilder, Su Gorropu Schlucht, Fonni
Wenn du denkst, Sardinien sei nur Strand, wirst du im Inselinnern eines Besseren belehrt. Die Barbagia-Region ist das Herz der Insel – rau, traditionell und voller Überraschungen. Orgosolo ist berühmt für seine Wandmalereien (Murales), die politische und soziale Botschaften zeigen. Du kannst durch das Dorf laufen und die Kunstwerke auf den Hauswänden bestaunen – jeder erzählt eine eigene Geschichte.
Die Su Gorropu Schlucht habe ich schon erwähnt – sie ist noch beeindruckender, wenn du sie von oben siehst. Der Weg hinunter ist anstrengend, aber die gigantischen Felswände, die bis zu 500 Meter aufragen, sind atemberaubend. Wer gut zu Fuß ist, kann die Schlucht auch in einer Tagestour durchqueren – aber nur mit Guide, denn das Gelände ist tückisch.
Fonni ist der höchstgelegene Ort Sardiniens (1000 Meter über dem Meer). Von hier aus erreichst du den Gennargentu, das höchste Gebirge der Insel. Im Winter liegt hier Schnee – ja, richtig gelesen – und im Sommer ist es angenehm kühl. Perfekt für eine kurze Auszeit von der Strandhitze.
Kulinarik: Pecorino, Culurgiones, Cannonau Wein
Die Barbagia ist kulinarisch eine der besten Regionen Sardiniens. Probiere den Pecorino sardo (Schafskäse), am besten in der gereiften Variante. Dazu passt ein kräftiger Cannonau-Wein, der hier angebaut wird. Die Culurgiones sind eine Art gefüllte Teigtaschen, ähnlich wie Ravioli, aber mit Kartoffel, Minze und Pecorino gefüllt – ein Gedicht. In vielen Agriturismi kannst du traditionelle Gerichte in mehreren Gängen probieren, oft begleitet von Liedern oder Tanz. Ein unvergessliches Erlebnis.
Route 5: Der 2-Wochen-Grand-Tour (Rundum-Schlag)
Tagesetappen & Kilometer realistisch planen
Du hast 14 Tage und willst alles sehen? Okay, aber sei realistisch. Sardinien hat eine Küstenlinie von knapp 1850 Kilometern – das sind pro Tag etwa 130 Kilometer reine Fahrstrecke, wenn du einmal außen rum fahren willst. Aber: Die Straßen sind kurvig, du wirst ständig anhalten, um Fotos zu machen, zu baden oder zu essen. Ich rate zu einem groben Nord-Süd-Korridor mit Abstechern, nicht zu einer kompletten Küstenumrundung.
Ein erprobtes Modell: 5 Basislager mit jeweils 3 Nächten. Start in Olbia (Nordosten), 3 Tage Costa Smeralda und Umgebung. Dann weiter nach Alghero (Nordwesten), 3 Tage. Dann über die Küstenstraße SS125 nach Cala Gonone (Osten), 3 Tage. Dann weiter nach Villasimius oder Cagliari (Süden), 3 Tage. Und zum Abschluss 2 Nächte im Inselinnern (z. B. Fonni oder Orgosolo), bevor du zurück nach Olbia oder Cagliari fährst. Das sind insgesamt etwa 13 Tage, mit einem Puffertag für schlechtes Wetter oder spontane Entdeckungen.
Strategische Basenlager (3-4 Nächte bleiben)
Der größte Fehler, den du machen kannst, ist jeden Tag den Standort zu wechseln. Das kostet Zeit, Nerven und Sprit. Stattdessen bleibst du an strategischen Punkten für mehrere Nächte und unternimmst von dort Tagesausflüge. So hast du morgens Zeit für eine Wanderung, mittags einen Strandbesuch, abends einen Spaziergang im nächsten Dorf – ohne Hektik.
Beispiele für gute Basen: ein Agriturismo nahe Alghero, ein kleines Hotel in Cala Gonone, eine Ferienwohnung in Villasimius, und ein Zeltplatz in der Barbagia. Mische die Unterkunftsarten – das gibt Abwechslung und du lernst verschiedene Seiten Sardiniens kennen.
Die häufigsten Fragen und Antworten zum Thema Sardinien Roadtrip
Brauche ich einen Geländewagen für einen Sardinien Roadtrip?
Nein, ein normaler Pkw reicht völlig aus. Die Hauptstraßen und Zufahrten zu den Stränden sind asphaltiert. Einzig für manche Wanderparkplätze oder Schotterpisten (etwa zur Cala Goloritzé) ist ein etwas höherer Wagen praktisch, aber kein Muss. Achte nur auf eine gute Bereifung – die Hitze im Sommer ist extrem und Reifenplatzer kommen vor.
Wie hoch sind die Spritkosten auf Sardinien?
Benzin und Diesel liegen auf Sardinien etwa 10-15 Cent über dem Festlandpreis. Das liegt an den Transportkosten. Für zwei Wochen und 1500 Kilometer solltest du mit 200-300 Euro Sprit rechnen, je nach Fahrweise und Fahrzeug. Ein kleiner Diesel ist sparsamer, aber Mietwagen sind oft Benziner.
Kann ich spontan Unterkünfte buchen oder muss ich vorplanen?
In der Nebensaison (Mai, Juni, September) geht das meistens, aber im Juli und August sind viele Unterkünfte Wochen vorher ausgebucht. Besonders die guten Agriturismi und Campingplätze mit Meerblick sind früh vergriffen. Plane zumindest die ersten drei Nächte vorab – den Rest kannst du unterwegs je nach Laune entscheiden.
Wie sicher ist es als Frau allein unterwegs auf Sardinien?
Sehr sicher. Sardinien ist eins der sichersten Reiseziele in Europa. In den Städten solltest du nachts die gleiche Vorsicht walten lassen wie überall, aber insgesamt ist die Insel gastfreundlich und entspannt. Viele Alleinreisende (auch Frauen) berichten von positiven Erfahrungen. Falls du Anschluss suchst, bietet der Female Future Fitness Club eine tolle Möglichkeit, in einer Gruppe zu reisen und trotzdem unabhängig zu sein.
Kann ich auf Sardinien auch mit dem Wohnmobil reisen?
Ja, und das ist sogar eine der besten Arten, die Insel zu erkunden. Es gibt zahlreiche Stellplätze (sogenannte „Aree di Sosta“) und Campingplätze. Achte darauf, dass viele Küstenstraßen eng sind – mit einem großen Wohnmobil wirst du an manchen Stellen rangieren müssen. Wildcampen ist offiziell verboten, aber abseits der Touristenströme oft geduldet, solange du keinen Müll hinterlässt.
Dein Roadtrip wartet – mach ihn zu deinem Abenteuer
Ob du nun die einsamen Buchten des Ostens suchst, die mondänen Strände des Nordens oder die karge Schönheit der Barbagia – Sardinien belohnt jeden, der sich Zeit nimmt. Drei Dinge solltest du mitnehmen:
- 🔒 Plane nicht zu detailliert, aber auch nicht zu vage. Ein grober Rahmen mit flexiblen Tagen gibt dir Sicherheit, ohne in einen starren Zeitplan zu zwingen.
- ⭐ Setze auf Qualität statt Quantität. Lieber drei richtig gute Strände als zehn mittelmäßige, die du nur abhakst.
- 📞 Lass dich treiben – an einer roten Telefonzelle, die du zufällig siehst, an dem Duft von gegrilltem Fisch, der aus einer Gasse weht – genau diese Momente bleiben hängen.
Dein sardischer Roadtrip wird unvergesslich, da bin ich mir sicher. Pack die Badesachen ein, lade die Offline-Karten runter, und los geht’s. Die Insel wartet auf dich.
Autoritäre Quellen
- Sardinien.com – Offizielle Tourismusseite
- 💡 ADAC Reisetipps Sardinien
- Italien Insider – Sardinien Roadtrip Guide
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