Nach 40 Jahren im Hamsterrad in einem Job, den ich hasse und der mich hasst und mir nicht genug Geld zum Leben in einer der teuersten Gegenden Deutschlands bringt, sowie der kompletten Sättigung von schlechten Nachrichten, zukunftsschädlicher, asozialer Politik hab ich einfach die Schnauze voll. Ich kann und will mir so ein „Leben“ nicht mehr geben. Deswegen habe ich meinen Traum hier manifestiert, um ihn Schritt für Schritt umzusetzen.
5-Sterne-Hotel? Lächerlich! Wir haben das „Million Stars Hotel“



Project Paradise 🏝️
Wie wir aus trockenem Ödland eine Oase machenDas Prinzip: Stop, Spread, Sink
Wir graben Gräben exakt auf den Höhenlinien. Das Wasser fließt nicht bergab weg, sondern sammelt sich im Graben und sickert langsam zu den Baumwurzeln.
- Aushub (Graben): Fängt das Wasser auf.
- Wall (Mound): Lockerer Boden aus dem Aushub.
- Bepflanzung: Bäume direkt auf den Wall pflanzen.
- Effekt: Boden wird zum Schwamm.
Der „Dune“-Bunker
Erdbebensicher, thermisch massiv und kostet fast nur Muskelkraft. Ideal als Lager oder WWOOFer-Unterkunft.
- Material: Polypropylen-Säcke + Erde vom Grundstück.
- Mörtel: Stacheldraht zwischen den Lagen.
- Form: Rund (Kuppel/Dome) für Stabilität.
- Finish: Lehmputz für den „Hobbit“-Look.
Tiere als Mitarbeiter
Niemals Tiere lange auf einer Stelle lassen. Wir bewegen sie!
- Tag 1-3: Schafe mähen Parzelle A.
- Tag 4-6: Hühnermobil kommt auf Parzelle A (Parasiten fressen).
- Tag 7+: Parzelle A regeneriert 4 Wochen.
Anbau in Schichten
Schutz vor der sardischen Sonne durch Etagen-Anbau.
- Obere Etage: Paulownia / Maulbeere (Schatten).
- Mittlere Etage: Olivenbäume.
- Boden: Basilikum-Reihen zwischen den Bäumen.
Gießen!
Autark
Pflanze nach Durst!
Avocados sind „Diven“ (brauchen viel Wasser), Mandeln sind „Krieger“.
- Avocado/Zitrone: Nur in die feuchteste Zone (am tiefsten Swale) pflanzen und vor Wind schützen!
- Mandelbaum: Der perfekte Cashflow-Baum für Sardinien. Trockenresistent, Nüsse sind teuer und haltbar.
- Granatapfel: Superfood, extrem robust, hoher Verkaufswert.
Das Sicherheitsteam
Wachteln (Eier), Katzen (Mäuse), Gänse (Alarm), Bienen (Bestäubung).
Geringer Aufwand, hoher Wert
Safran (teuer), Kapern und Aloe Vera brauchen kaum Wasser.
Sonne statt Strom
Wir nutzen die sardische Hitze zur Haltbarmachung.
- Solar-Dörrer: Simple DIY-Boxen trocknen Obst.
- Produkt: Getrocknete Feigen, Tomaten & Kräuter.
- Margin: Aus Abfall wird Delikatesse (40€/kg).
Baum-Patenschaften
Cashflow bevor die Ernte beginnt.
- Angebot: „Dein Baum auf Sardinien“ (Urkunde).
- Return: Pate bekommt 2L Öl oder 1kg Mandeln.
- Preis: 80-100 € pro Jahr (Abo).
Die Batterie auf Rädern
Ein E-Auto speichert genug Strom für 1 Woche Hausbetrieb.
- V2L (Vehicle-to-Load): Hyundai/Kia versorgen das Haus.
- Solar-Carport: Schatten für Auto, Strom für Akku.
- Backup: Alte Stapler-Batterien oder Warmwasser.
Storytelling: From Zero to Hero
Wir dokumentieren alles. Das schafft Vertrauen und Fans.
- Channels: YouTube (Umbau), Insta (Daily Life).
- Monetarisierung: Werbeeinnahmen, Affiliate & Merch.
- Produkte: E-Books („Mein Auswanderer-Guide“).
Der Abenteuerspielplatz
Natürlicher Spaß ohne Plastik – für Kids & Erwachsene.
- Schwimmteich: Selbstreinigend durch Wasserpflanzen (Kiesfilter).
- DIY Lounge: Hängematten & Paletten-Möbel im Hain.
- Action: Baumschaukeln, Slackline & Barfußpfad.
„Nur die Harten komm‘ in Garten“
Wir verkaufen körperliche Arbeit als Fitness-Training.
- Farm Crossfit: Baumstamm-Heben & Steine schleppen.
- Outdoor Gym: Klimmzugstangen an Olivenbäumen.
- Deal: Gäste zahlen für „Guided Farm Workouts“.
Der Hofladen 24/7
Verkauf ohne Anwesenheit. Die Eier finanzieren den Strom.
- Honesty Box: Kasse des Vertrauens & PayPal QR-Code.
- Angebot: Eier, Öl, Pesto, Obst.
- Lage: Direkt an der Zufahrt (sichtbar).
Aus Müll wird Gold
Baumaterial zum Nulltarif. Kreativ-Space für Gäste.
- Material: Paletten, Reifen, Flaschen, Schwemmholz.
- Produkte: Möbel, Hochbeete, Earthbag-Fenster.
- Vibe: „Maker Space“ unter freiem Himmel.
🚀 Mission Control: Das Quest-Board
Wähle deine Karte, erledige den Job, verdiene deinen Aufenthalt!
💧 Wasser & Infrastruktur
🧱 Bau & Earthbag
🌿 Agroforst & Pflanzen
📢 Business & Social
🎉 Fun & Recreation
💪 Farm Fit & Hard Work
🛠️ Maker & Market
Terra-Forming mit Bagger für Wasser-Speicher
Das ist das Herzstück der gesamten Wasserstrategie auf eurem sardischen Grundstück. Wenn ihr das richtig macht, verändert sich alles: Das Land wird grün, auch wenn es monatelang nicht regnet.
Das Gesamtbild: Die Vision für euren Hang

So wird euer Grundstück aussehen, wenn das System fertig ist. Der gesamte Hang ist durchzogen von waagerechten Gräben, die das Wasser kaskadenartig nach unten leiten, bis es schließlich im Schwimmteich landet.
Schritt 1 & 2: Aushub & Wall (Stop & Spread)
Wie in der vorherigen Antwort beschrieben, hebt der Bagger den Graben exakt auf der Höhenlinie aus und legt den Aushub locker auf die Talseite. Das Wasser wird gestoppt und im Graben verteilt.
Hier ist die detaillierte Anleitung, wie ihr das Prinzip „Stop, Spread, Sink“ (Stoppen, Verteilen, Versickern) mit dem Bagger umsetzt.
Das Ziel: Der Swale (Wasser-Rückhalte-Graben)

Ein Swale ist kein Abflussgraben! Er ist genau das Gegenteil. Er ist ein perfekt waagerechter Graben, der dem Verlauf des Hanges folgt (auf der Höhenlinie).
Wenn es regnet, fließt das Wasser den Hang hinab, fällt in den Graben und bleibt dort stehen. Es kann nicht wegfließen. Stattdessen wird es gezwungen, langsam in den Boden zu sickern – genau dort, wo die Wurzeln eurer neuen Bäume warten.
Schritt 1: Die Vorbereitung – Die unsichtbare Linie finden
Bevor der Bagger rollt, müsst ihr wissen, wo gegraben wird. Wenn der Graben Gefälle hat, wird er zum Bach und spült euch den Boden weg. Er muss „im Wasser“ (waagerecht) sein.
- Das Werkzeug: Ein Laser-Nivelliergerät (am besten) oder ein selbstgebautes „A-Frame“ (ein großes Holz-A mit einer Wasserwaage in der Mitte).
- Die Aktion: Markiert mit Pfählen oder Sprühfarbe alle 5–10 Meter eine Linie am Hang, die exakt auf derselben Höhe bleibt. Das ist eure „Höhenlinie“ (Contour Line).
Schritt 2: Der Aushub (Der Graben) & Der Wall (Mound)
Jetzt kommt der Bagger zum Einsatz. Ihr grabt und baut gleichzeitig.
- Die Regel: Die Erde aus dem Graben wird IMMER auf die Talseite (bergab) geworfen. Niemals auf die Bergseite.
Die Aktion im Detail:
- Der Bagger stellt sich oberhalb der markierten Linie auf.
- Er hebt den Graben entlang der Markierung aus.
- Tiefe: Ca. 40–60 cm (je nach Baggerlöffel).
- Breite: Ca. 60–100 cm.
- Wichtig: Der Boden des Grabens sollte möglichst flach sein, nicht verdichtet!
- Den Aushub legt der Bagger direkt unterhalb des Grabens ab. Das ist der Wall (Mound).
- Der Wall wird nicht festgefahren! Er soll locker und fluffig bleiben, damit Wurzeln leicht eindringen können.
Schritt 3: Die Bepflanzung
Bäume direkt auf den Wall pflanzen. Der lockere, unbelastete Aushub ist der perfekte Ort für eure jungen Bäume. Ihre Wurzeln haben es leicht, sich auszubreiten, und sie wachsen automatisch in Richtung der Feuchtigkeit im Graben. Eine dicke Mulchschicht (Stroh) schützt den Boden vor der Sonne.

Schritt 4: Der Effekt – Boden wird zum Schwamm (Sink)
Nach einem Regen füllt sich der Graben. Das Wasser steht dort und hat nur einen Weg: nach unten und zur Seite. Es sickert langsam tief in den Boden unter dem Wall. Dieser Bereich wird zu einem riesigen unterirdischen Wasserspeicher – einem Schwamm. Die Wurzeln der Bäume auf dem Wall können wochenlang von dieser gespeicherten Feuchtigkeit leben.

Schritt 5: Der Überlauf & Das letzte Auffangbecken
Bei starkem Regen wird der obere Swale voll. Damit das Wasser nicht unkontrolliert über den Wall läuft und ihn zerstört, baut ihr einen gepflasterten Überlauf (Spillway). Dieser leitet das überschüssige Wasser sicher in den nächsten, tiefer gelegenen Swale.


Schritt 6: Der Schwimmteich
Ganz unten im Tal, wo das Wasser von allen Swales schließlich ankommt, baut ihr euren Schwimmteich. Er ist das letzte Glied in der Kette. Er fängt das gesamte überschüssige Wasser auf, reinigt es durch einen Kiesfilter mit Wasserpflanzen und bietet euch eine kühle Oase.

Ein Natur-Schwimmteich ist die Krönung eures Wasser-Systems. Er ist kein gechlorter Pool, sondern ein lebendiges Ökosystem. Das Wasser wird nicht durch Chemie, sondern durch Biologie (Pflanzen, Kies und Mikroorganismen) gereinigt.
Hier ist die detaillierte Anleitung, wie ihr das „letzte Auffangbecken“ im Tal baut.
Das Prinzip: Trennung ist alles

Ein Schwimmteich besteht immer aus zwei Zonen, die durch eine unterseeische Mauer getrennt sind:
- Schwimmzone (Tief): Klares, tiefes Wasser nur zum Schwimmen.
- Regenerationszone (Flach): Der „Motor“. Hier liegen Kies und Pflanzen, die das Wasser filtern. Faustregel: Mindestens 40-50% der Gesamtfläche sollte Regenerationszone sein, damit die Reinigung funktioniert.
Schritt 1: Planung & Abstecken (Die Form geben)
Bevor der Bagger kommt, müsst ihr die Form visualisieren. Organische, geschwungene Formen passen besser in die Landschaft als ein hartes Rechteck.
- Aktion: Markiert die Umrisse mit Sand, Mehl oder Markierungsspray direkt auf dem Boden.
- Zonierung: Zeichnet auch ein, wo der tiefe Schwimmbereich (ca. 2m tief) und wo der flache Filterbereich (ca. 40-80cm tief) sein wird.
Schritt 2: Der Aushub & Die Modellierung (Terrassen bauen)
Jetzt wird gebaggert. Das Wichtigste ist, präzise Terrassen für die verschiedenen Wassertiefen zu schaffen.
- Schwimmbereich: Senkrecht auf ca. 2 Meter Tiefe ausheben.
- Trennwand: Lasst einen Erdwall zwischen Schwimm- und Filterzone stehen. Dieser sollte ca. 40 cm unter der späteren Wasseroberfläche enden.
- Filterbereich: Grabt diesen Bereich stufenförmig auf ca. 60-80 cm Tiefe aus.
- Uferbank: Ganz außen braucht ihr eine flache Stufe (ca. 20 cm tief) für die Randbepflanzung und als Sicherheitszone für Tiere, die hineinfallen.
- Wichtig: Entfernt alle spitzen Steine und Wurzeln aus der Grube!
Schritt 3: Die Abdichtung (Vlies & Folie)
In Sardinien muss der Teich abgedichtet werden, sonst versickert euer kostbares Swale-Wasser sofort. Lehm allein reicht hier oft nicht.
- Schutzvlies (Geotextil): Legt die gesamte Grube mit einem dicken Vlies aus. Das schützt die Folie von unten vor Steinen.
- Teichfolie (EPDM): Verwendet eine hochwertige EPDM-Kautschukfolie (mind. 1 mm dick). Sie ist extrem robust, UV-stabil und umweltfreundlicher als PVC. Das Verlegen ist Schwerstarbeit – holt euch viele Helfer! Die Folie muss faltenarm verlegt werden.
Schritt 4: Technik & Zirkulation (Das Herzstück)
Ein Schwimmteich braucht Bewegung, damit das Wasser gereinigt wird. Das Wasser muss vom Schwimmbereich durch den Kiesfilter gezogen werden.
- Skimmer: Ein Oberflächenabsauger im Schwimmbereich saugt Laub und Schmutz ab, bevor er absinkt.
- Pumpe: Eine energiesparende (Solar-)Pumpe (z.B. 12V) saugt das Wasser aus dem Skimmer und drückt es in die Filterzone.
- Drainagerohre: Am Boden der Regenerationszone werden gelochte Drainagerohre verlegt. Die Pumpe drückt das Wasser in diese Rohre. Von dort steigt es langsam von unten nach oben durch den Kies und die Pflanzenwurzeln auf. Das ist der Reinigungsprozess!
Schritt 5: Aufbau der Filterzone (Kies & Pflanzen)
Der Filter besteht aus verschiedenen Kiesschichten. Wichtig: Verwendet nur gewaschenen Kies (ohne Feinanteile/Sand)!
- Grobschicht (Unten): Über die Drainagerohre kommt grober Kies (Körnung 16/32 mm), ca. 20 cm hoch.
- Feinschicht (Oben): Darauf kommt feinerer Kies (Körnung 8/16 mm oder 4/8 mm), ca. 30-40 cm hoch.
- Bepflanzung: Die Pflanzen werden direkt in den Kies gesetzt, ohne Erde! Sie müssen ihre Nährstoffe aus dem Wasser ziehen, das ist der Trick.
- Gute Pflanzen: Schilfrohr, Rohrkolben, Wasserschwertlilien, Seggen, Tausendblatt (Unterwasserpflanze).
Schritt 6: Bepflanzung & Befüllung (Das Leben beginnt)
Sobald der Kies drin ist, könnt ihr pflanzen und parallel Wasser einlassen. Seid geduldig, das Befüllen kann dauern. Die Pflanzen brauchen anfangs vielleicht etwas Starthilfe (Lehmkugeln an die Wurzeln), bis das Ökosystem läuft.
Schritt 7: Der Steg & Das Finish
Zum Schluss baut ihr einen Holzsteg. Er dient nicht nur als bequemer Einstieg in den tiefen Bereich, sondern kann auch perfekt den Pumpenschacht und die Technik verstecken. Verwendet unbehandeltes, wasserbeständiges Holz (z.B. Lärche oder Eiche).
Das Ergebnis ist euer fertiger, selbstreinigender Schwimmteich, der als letztes Glied in der Kette das Wasser eures Swale-Systems auffängt und reinigt.
Natürliche Wasserrutsche
Als Vater einer Rutsch-Weltmeisterin wäre es fahrlässig einen Hang ohne Wasserrutsche zu planen.

Das Konzept: Die „Roll-Rutsche“
Wir bauen eine flache, glatte Bahn, die auf der Teichfolie liegt. Auf dieser Bahn fahren die Rollbretter. Das Wasser der kleinen Solarpumpe fließt über diese Bahn und sorgt für den gewünschten „Rinnsal-Effekt“.
Bauanleitung: Die 100-Meter-Rollbahn
Schritt 1: Die Basis (Die Folien-Mulde)
Das bleibt wie gehabt. Ihr braucht die breite, flache Erdmulde, ausgekleidet mit Sand und der robusten EPDM-Folie. Sie fängt das gesamte Wasser auf und schützt den Hang.
Schritt 2: Die Fahrbahn (Der „Track“ auf der Folie)
Das ist der Trick. Ihr braucht eine Oberfläche, auf der die Rollen der Bretter Grip haben und sauber laufen.
- Das Material: Am besten geeignet sind flache Kunststoffplatten (z.B. HDPE-Platten, wie sie im Anhängerbau verwendet werden) oder breite Gummimatten (z.B. alte Förderbänder aus dem Kieswerk – Upcycling!).
- Die Montage:
- Die Platten/Matten werden zu einer langen Bahn (ca. 60–80 cm breit) auf die Folie gelegt.
- Die Stöße müssen absolut glatt sein (am besten verklebt oder mit flachen Verbindern verschraubt), damit die kleinen Rollen nicht hängen bleiben.
- WICHTIG: Damit die Bahn nicht auf der nassen Folie wegrutscht, muss sie am oberen Ende und alle paar Meter mit Sandsäcken (gefüllt mit Kies) beschwert werden. Niemals durch die Folie schrauben!
Schritt 3: Die Seitenführung (Der „Curb“)
Damit man nicht von der Bahn auf die nackte Folie rutscht (wo die Rollen versagen würden), braucht ihr eine kleine Kante.
- Schraubt flache Leisten (z.B. Dachlatten aus Kunststoff oder Streifen aus den Gummimatten) an die Ränder eurer Fahrbahn. Eine Höhe von 2–3 cm reicht völlig aus, um die Rollbretter auf Kurs zu halten.
Schritt 4: Das Wasser (Der „Rinnsal-Effekt“)
Die kleine Solarpumpe leitet das Wasser ganz oben direkt auf die Fahrbahn.
- Es bildet sich ein dünner, glitzernder Wasserfilm, der über die Platten/Matten nach unten fließt.
- Die Rollen der Bretter laufen auf diesem nassen Untergrund perfekt, und das Wasser spritzt beim Fahren – genau der gewünschte Effekt!
- Das überschüssige Wasser, das neben der Bahn landet, wird von der großen EPDM-Folie aufgefangen und fließt sicher zum Teich.
Schritt 5: Der Auslauf (Sicherheit first)
Mit 20% Gefälle auf Rollen wird man sehr schnell. Die Bahn darf nicht direkt im Teich enden.
- Die letzten 10–15 Meter der Bahn müssen flach oder sogar leicht ansteigend sein, um die Fahrt abzubremsen.
- Am absoluten Ende braucht ihr einen weichen Puffer (z.B. einen Stapel alter Reifen oder Strohballen), bevor die „Piloten“ absteigen und das Wasser in den Teich plätschert.
Das Ergebnis
Ihr habt eine 100 Meter lange, professionelle Sommer-Rodelbahn gebaut, die mit einem Minimum an Wasser auskommt. Man legt sich auf das Rollbrett, stößt sich ab und saust auf einem dünnen Wasserfilm den Hang hinab. Das wird die Attraktion schlechthin auf eurem „Project Paradise“!
Das beste Sommercamp deines Lebens

Hier sind Ideen, die aus deinem Grundstück ein echtes Paradies für 10-Jährige (und ihre Eltern!) machen, aufgeteilt in Action, Chillen und Kreativität.
1. Die Adrenalin-Zone (Action am Hang)
Nutzt das Gefälle! Das ist euer größtes Kapital für Bewegung.
- Die „Tarzan“-Riesenschaukel: Wenn ihr einen großen, stabilen Baum habt (oder zwei nah beieinander), ist das ein Muss. Ein sehr langes Seil mit einem Autoreifen oder einem Tellersitz am Ende. Der Kick ist der lange Pendelweg. Wenn kein Baum da ist, kann man ein hohes Dreibein-Gerüst aus Baumstämmen bauen.
- Paradise-Faktor: Das Gefühl vom Fliegen.
- Der „Ninja Warrior“ Natur-Parcours: Verbindet die verschiedenen Ebenen eurer Swales (die Wälle und Gräben) mit Hindernissen.
- Elemente: Balancierbalken über einen Graben, ein Kletternetz, das einen steilen Hangabschnitt hinaufführt, Baumstumpf-Treppen zum Hüpfen, ein Kriechtunnel (z.B. ein großes Rohr, das mit Erde bedeckt wird – wie ein Hobbit-Tunnel).
- Paradise-Faktor: Wettrennen, „Der Boden ist Lava“-Spiele, Geschicklichkeit trainieren.
- Die Boulder-Wand am Earthbag-Dome: Wenn ihr einen Earthbag-Dome oder eine Stützmauer baut, könnt ihr beim Verputzen direkt Klettergriffe (gekaufte oder gut geformte Natursteine) mit einmauern.
- Paradise-Faktor: Klettern ohne hohe Sturzgefahr (Bouldern ist Klettern in Absprunghöhe).
2. Baumhaus – Die „Kids Zone“ zum Chillen
Das Baumhaus-Plateau (oder Stelzenhaus): Wenn kein perfekter Baum da ist, baut eine große Plattform auf Stelzen zwischen einer Baumgruppe.
- Wichtig: Es muss nicht perfekt wetterfest sein, aber es braucht ein Dach (Schatten!), ein Geländer und eine coole Zugangsmöglichkeit (Strickleiter oder Kletternetz statt Treppe). Oben: Sitzsäcke, Hängematten, eine Kiste für „Schätze“.
- Paradise-Faktor: Das ultimative Clubhaus.
Das Hängematten-Dorf

Sucht euch eine schattige Gruppe von Olivenbäumen und hängt 4-5 Hängematten im Kreis auf, vielleicht noch eine Hängesessel-Höhle (Cacoon) dazu.
- Paradise-Faktor: Der beste Ort zum Quatschen, Lesen, Kichern und „Chillen“ nach der Rutschpartie.
Die unterirdische „Hobbit-Laube“: Da ihr eh mit Baggern und Earthbags arbeitet: Baut eine kleine, kinderhohe Kuppel in den Hang hinein, die komplett mit Gras bewachsen ist. Nur eine runde Holztür ist sichtbar. Drinnen ist es kühl und geheim.
3. Die Kreativ- & Party-Zone (Unvergessliche Nächte)
Damit sie auch über Nacht bleiben wollen und die Partys legendär werden.
- Der Abenteuer-Bauspielplatz (The Maker Space): Das ist oft das Beste für dieses Alter. Reserviert eine Ecke des Grundstücks, die „unordentlich“ sein darf.
- Material: Legt einen Vorrat an Baumaterial bereit: Alte Paletten, Bretter, Reifen, Seile, Planen.
- Werkzeug: Gebt ihnen (unter Anleitung/Aufsicht) echtes Werkzeug: Hammer, Nägel, Sägen, Akkubohrer.
- Paradise-Faktor: Sie bauen ihre eigenen Buden, Festungen und Floße. Das fördert Selbstwirksamkeit und Kreativität enorm. Hier entstehen die besten Geschichten.
- Das Open-Air-Kino: Nutzt eine weiße Wand des Hauses oder spannt ein großes weißes Laken zwischen zwei Bäumen. Ein günstiger Beamer, ein Laptop und ein paar große Boxen.
- Paradise-Faktor: Filmabend unter dem sardischen Sternenhimmel, auf Picknickdecken oder im leeren Schwimmteich (wenn er mal gewartet wird).
- Die Feuerstelle mit „Storytelling-Circle“: Baut eine sichere, große Feuerstelle aus Steinen. Drumherum Sitzstämme oder große Steine im Kreis.
- Aktivitäten: Stockbrot, Marshmallows rösten, Gruselgeschichten erzählen. Das ist der Abschluss jedes perfekten Abenteuertages.
Zusammenfassung der Vision
Stell dir vor: Die Mädels kommen an. Zuerst geht es 10 Runden auf die Riesen-Wasserrutsche. Danach powern sie sich im Ninja-Parcours aus. Wenn es zu heiß wird, ziehen sie sich ins Baumhaus-Plateau zurück, um Pläne zu schmieden. Am Nachmittag bauen sie an ihrer eigenen Paletten-Festung im Bauspielplatz.
Abends, wenn es dunkel wird, gibt es Pizza aus dem Lehmbackofen (den ihr vielleicht eh baut?), dann Lagerfeuer mit Stockbrot. Und zum Abschluss schauen sie einen Film im Open-Air-Kino, während sie in ihren Schlafsäcken liegen.
Das ist das beste Sommercamp deines Lebens!
Die Hobbit-Höhle – Earthship Lite


Hier sind 3 Methoden, wie du den Bagger nutzen kannst, um das „Sack-Problem“ zu umgehen oder drastisch zu beschleunigen:

Der „Trichter-Hack“ (Für Earthbags)
Du baust (oder schweißt) einen großen Trichter auf ein Gestell, unter den der Sack passt.
- Der Prozess: Der Bagger nimmt eine volle Schaufel Erde und kippt sie langsam in den Trichter. Eine Person steht unten und hält den Sack drunter.
- Vorteil: Du füllst einen Sack in 3 Sekunden statt in 3 Minuten.
- Upgrade: Nutze Endlosschläuche (Superadobe) statt Einzelsäcke. Du ziehst den Schlauch direkt auf das Trichter-Rohr. Der Bagger füllt nach, während du mit dem Schlauch einfach die Wand entlangläufst.
Für den Bau deiner Hobbithöhle (Earthbag-Dome) ist die Wahl des richtigen Sacks entscheidend für Stabilität und Kosten. Hier ist die Analyse für das beste Preis-Leistungs-Verhältnis.
🏆 Der Gewinner: PP-Gewebesäcke (Getreidesäcke) im 100er-Pack

Kauf keine „Hochwasser-Sandsäcke“ im Baumarkt (Stückpreis oft ~1,00 €), sondern bestelle „Getreidesäcke“ oder „Schuttsäcke“ online in Großpackungen.
- Bester Preis: Auf Plattformen wie eBay oder bei spezialisierten Händlern (z. B. Desabag) findest du 100er-Sets oft für ca. 12,00 € bis 20,00 €. Das entspricht einem Stückpreis von nur 0,12 € bis 0,20 €.
- Vergleich: Baumärkte oder Einzelkauf kosten oft das 5- bis 10-fache.
📋 Die perfekten Spezifikationen für deinen Dome
Damit die Hütte stabil steht und der „Hobbit-Look“ gelingt, müssen die Säcke exakt diese Kriterien erfüllen:
1. Das Material: Unbeschichtet (WICHTIG!)
Achte darauf, dass in der Beschreibung „unbeschichtet“ steht.
- Grund: Der Stacheldraht muss sich durch das Gewebe bohren können, um die Säcke wie Klettverschluss zu verkrallen. Beschichtete Säcke sind glatt, rutschig und verhindern das Austrocknen der Erde, was zu Schimmel führen kann.
2. Die Größe: 50 x 80 cm bis 55 x 95 cm
Die Größe bestimmt deine Wandstärke.
- Empfehlung: 50 x 85 cm oder 50 x 90 cm (oft als „Getreidesack“ verkauft).
- Ergebnis: Gefüllt und gestampft ergibt das eine Wanddicke von ca. 35–40 cm. Das ist ideal für die thermische Masse (Kühlung im Sommer) und statische Stabilität der Kuppel.
- Vorsicht bei 40 x 60 cm: Diese Standard-Sandsäcke sind zu klein. Die Wände werden zu dünn und instabil für einen begehbaren Dome.
- Vorsicht bei 60 x 100 cm: Diese sind extrem günstig, aber gefüllt fast nicht mehr zu heben. Wenn du diese nimmst, fülle sie nur zu 2/3 und schlage den Rest um.
3. Die Farbe: Weiß
Standard-PP-Säcke sind weiß. Da Polypropylen (PP) nicht UV-stabil ist, zersetzen sich die Säcke in der sardischen Sonne innerhalb von Wochen.
- Tipp: Du musst während des Baus die fertigen Reihen sofort mit einer Plane abdecken oder schnell verputzen, sonst zerfällt dein Haus vor der Fertigstellung.
🛒 Einkaufsliste & Budget-Check
Für einen kleinen Dome (ca. 3-4 Meter Durchmesser) benötigst du grob geschätzt 800–1.200 Säcke.
| Produkt | Quelle | Preis ca. | Bewertung |
| PP-Gewebesack 50×90 cm (100 Stk.) | eBay / Spezialshops | ~18 – 25 € | ⭐⭐⭐⭐⭐ Ideal (Gute Handhabung, perfekte Wandstärke) |
| PP-Gewebesack 60×100 cm (100 Stk.) | eBay | ~12 – 15 € | ⭐⭐⭐⭐ Preissieger (Etwas zu groß, aber durch Umschlagen nutzbar) |
| Sandsack 40×60 cm | Baumarkt / Amazon | > 40 € | ❌ Nicht kaufen (Zu klein, zu teuer) |
Mein Rat: Suche auf eBay nach „PP Gewebesäcke 50×90 weiß 100 Stück“. Damit bekommst du das beste Verhältnis aus Preis, Handhabbarkeit und Wandstärke für dein Projekt.
Option 2: Die „Cut & Cover“ Methode (Graben & Decken)
Du nutzt die Kraft des Baggers, um das Haus in den Hang zu schieben, statt Wände aus Säcken zu bauen.
- Rückwand: Statt mühsam eine Earthbag-Stützwand zu bauen, gräbt der Bagger den Hang senkrecht ab.
- Struktur: Du stellst eine stabile Konstruktion (z.B. ein altes Schiffscontainer-Fragment, Beton-Ringe oder eine Gabionen-Wand) hinein.
- Gabionen (Steinkörbe): Wenn du viele Steine hast, kaufst du Drahtkörbe (Gabionen). Der Bagger füllt diese in Minuten mit Felsbrocken. Das ist die schnellste Art, eine massive Rückwand zu bauen.
- Dach: Der Bagger schüttet die Erde einfach wieder über dein Dach (Voraussetzung: Das Dach ist statisch extrem belastbar, z.B. Gewölbe).
Meine Empfehlung für dich: Da du „Wald & Natur“ willst: Nutze den Bagger für Option 2 (Cob/Lehm) für die sichtbaren Wände (schön, natürlich) und Option 3 (Gabionen/Steine) für die Rückwand im Hang (schnell, stabil, drainagefähig). Die Earthbags (Säcke) nimmst du nur noch für die oberen Reihen der Kuppel, wo Cob zu schwer und Gabionen zu grob sind.
Option 3: Unser Favorit – Bauen mit Lehm!
Wenn du guten Lehmboden hast, lass die Säcke komplett weg.
- Der Bagger als Mixer: Du gräbst ein Loch (Mischgrube), kippst Erde, Wasser und Stroh hinein. Der Bagger rührt das Ganze mit der Schaufel durch und zermatscht es zu einer perfekten Masse.
- Der Bau: Der Bagger hebt dir die fertige Masse direkt auf die Wandhöhe. Du musst sie nur noch mit Gabeln verteilen und festtreten.
- Vorteil: Null Plastik, organische Formen, extrem massiv.
- Nachteil: Trocknet langsam (nur im Sommer bauen).
Woher kriegen wir Lehmputz?
Das ist eine der wichtigsten Fragen beim Natur-Bau! Die Antwort entscheidet darüber, ob dein Projekt fast kostenlos bleibt oder teuer wird.
Hier ist die Wahrheit über Lehm im Boden und wie du an deinen Putz kommst.
1. Ist Lehm überall im Boden?
Die kurze Antwort: Nein. Aber die Chancen stehen gut, besonders auf Sardinien.
Die genaue Antwort: Boden besteht aus verschiedenen Anteilen von Sand, Schluff (sehr feiner Sand) und Ton.
- Ton ist der „Klebstoff“. Er besteht aus mikroskopisch kleinen Plättchen, die zusammenkleben, wenn sie nass werden.
- Lehm ist das perfekte Gemisch aus Sand (dem Gerüst) und Ton (dem Kleber).
Wenn dein Boden zu sandig ist, hält der Putz nicht. Wenn er zu tonhaltig ist, reißt er beim Trocknen. Du brauchst die goldene Mitte.
WICHTIG: Zum Bauen nutzt du niemals den Mutterboden (die obersten 20-30 cm mit Gras und Wurzeln). Du brauchst den Unterboden (Subsoil) darunter. Auf Sardinien ist der oft rötlich oder gelblich und sehr fest.
2. Der entscheidende Schritt: Teste deinen Boden!
Bevor du auch nur einen Sack Erde bewegst oder etwas kaufst, musst du wissen, worauf du stehst. Du brauchst kein Labor, nur ein Marmeladenglas und deine Hände.
Test A: Der „Zigarrentest“ (Schnelltest vor Ort)
Geh mit einem Spaten raus, grab ein Loch (ca. 50 cm tief), nimm eine Handvoll Erde heraus und mach sie leicht feucht.
- Knete sie. Lässt sie sich formen wie Knete? (Gut!) Oder zerbröselt sie wie nasser Sand? (Schlecht).
- Rolle eine „Zigarre“ zwischen deinen Handflächen (ca. 2 cm dick).
- Schiebe die Zigarre langsam über deine Handkante, bis sie abbricht.
- Bricht sofort ab (unter 2 cm Überstand): Zu viel Sand.
- Hält ewig (über 5 cm Überstand): Sehr viel Ton (fetter Lehm).
- Hält 3–5 cm, bevor sie bricht: BINGO! Das ist idealer Baulehm.
Test B: Die „Schüttelprobe“ (Der genaue Blick)
- Fülle ein großes Glas zu 1/3 mit deinem Unterboden.
- Fülle Wasser fast bis obenhin auf und gib einen Teelöffel Salz dazu (hilft beim Trennen).
- Schüttle es wie verrückt für 2 Minuten, bis alles Matsch ist.
- Stell es weg und warte 24 Stunden.
Das Ergebnis: Der Boden setzt sich in Schichten ab.
- Unten (schwer): Sand und kleine Steine.
- Mitte: Schluff (feines Mehl).
- Oben (feinste Schicht): Ton (das ist dein Gold!).
Für einen guten Lehmputz sollte die Tonschicht oben etwa 15% bis 30% der gesamten festen Masse ausmachen. Wenn du nur Sand siehst und das Wasser oben trüb bleibt, hast du kaum Ton.

Quelle Nr. 1: Dein eigenes Grundstück (Der Idealfall)
Wenn deine Tests positiv waren, sitzt du auf einer Goldmine.
- Vorgehen: Der Bagger hebt die Baugrube für das Haus aus (oder den Teich/die Swales). Dieses Aushubmaterial (nur der Unterboden!) ist dein Baumaterial.
- Die Mischung: Selbst guter Boden ist oft zu „fett“ (zu viel Ton) für Putz und würde reißen. Du musst ihn „abagern“.
- Rezept für Grundputz: Ca. 1 Teil deiner lehmigen Erde + 2-3 Teile Sand (den musst du evtl. zukaufen) + viel gehäckseltes Stroh (Armierung gegen Risse).
Die perfekte Füllung: Warum du „wertvollen“ Lehm brauchst
Du hast recht: Man sollte den besten, fettesten Ton für den Putz aufheben. Aber für die Säcke brauchst du trotzdem Lehm – nur eben nicht den reinen.
Die perfekte Mischung für den Sack ist „dreckiger Beton“:
- Das Gerüst (ca. 70-80%): Sand, Kies, kleine Steine. Das trägt die Last.
- Der Kleber (ca. 20-30%): Ton/Lehm.
Ohne den Tonanteil (den „Kleber“) werden die Steine und der Sand niemals zu einem festen Block.
Der „Schneeball-Test“ für die Sackfüllung: Nimm die Erde, die du einfüllen willst. Mach sie leicht feucht. Forme einen harten Schneeball.
- Wenn er dir in der Hand zerbröselt: Zu viel Sand/Dreck. Nicht geeignet.
- Wenn du ihn aus 1 Meter Höhe fallen lassen kannst und er bricht nicht: Perfekt für den Sack.
- Wenn er super klebrig ist und kaum Sand drin ist: Zu schade für den Sack, heb ihn für den Putz auf!
Fazit für euer Grundstück
Ihr werdet den Bagger nutzen, um den Unterboden (alles unter der Grasnabe) auszuheben.
- Dieser sardische Unterboden ist meistens eine natürliche Mischung aus Sand, Steinen und Lehm.
- Genau das kommt in die Säcke. Es ist kein „verschwendeter“ Lehm, sondern das Baumaterial, das dein Haus zusammenhält.
- Wenn ihr beim Baggern auf eine Ader aus reinem, fettem Ton stoßt, legt diesen separat auf einen Haufen. Das wird euer Gold für den edlen Feinputz am Ende.
- Den ganzen „normalen“ Aushub nutzt ihr, um die Säcke zu füllen.
Quelle Nr. 2: Die Nachbarschaft (Der clevere Weg)
Wenn dein Boden nur Sand oder Fels ist, schau dich um.
- Baustellen: Wird in der Nähe eine Straße gebaut oder ein Keller ausgehoben? Für Baufirmen ist Lehmboden oft teurer Abfall, den sie entsorgen müssen. Wenn du nett fragst, kippen sie dir vielleicht 20 Tonnen kostenlos auf dein Grundstück.
- Ziegeleien: Gibt es lokale Ziegelwerke? Die wissen genau, wo der gute Lehm ist.
Quelle Nr. 3: Kaufen (Der teure Notfallplan)
Man kann fertigen Lehmputz in Säcken kaufen (z.B. von Claytec oder lokalen Anbietern).
- Vorteil: Perfekte, gleichbleibende Qualität. Man muss nur Wasser zugeben.
- Nachteil: Sehr teuer und hohe Transportkosten.
- Wann macht das Sinn? Oft kauft man nur den Feinputz (die letzte, dünne Schicht von 3 mm) fertig, um eine ganz glatte, edle Oberfläche zu bekommen, während man die dicken Unterschichten (Unterputz) aus eigenem Material macht.
Zusammenfassung für euer Projekt: Geht raus und macht den Zigarrentest. Wenn ihr Lehm auf dem Grundstück habt, wird der Bagger euer bester Freund, um das Material zu gewinnen. Das Mischen von Erde, Sand und Stroh ist zwar Arbeit, aber es kostet fast nichts und ist der Inbegriff von nachhaltigem Bauen.
Die Licht-Fassade (Earthship-Style)
Da du Earthbags nicht direkt auf Glas stapeln kannst (Einsturzgefahr!), bauen wir einen Hybrid:
- Die „Hufeisen“-Form: Die Earthbag-Wand bildet ein „U“ oder einen Halbkreis, der in den Hang gebaut ist (Rücken zum Hang). Das hält die Temperatur stabil.
- Die Süd-Front: Die offene Seite des „U“ schließt du nicht mit Säcken, sondern mit einem Holzständerwerk (aus alten Balken oder Paletten).
- Das Fenster-Mosaik:
- Sammle alte Fensterrahmen (unterschiedliche Größen sind cool!).
- Schraube sie wie ein Tetris-Spiel in dein Holzgerüst.
- Lücken füllst du mit „Bottle Bricks“: Schneide alte Glasflaschen entzwei, klebe die Unterteile mit Tape zusammen und mauere sie mit Lehm ein. Das gibt geniale Lichteffekte („Kirchenfenster-Look“).
2. Die natürliche „Kanalisation“ (Pflanzenkläranlage)
Wir trennen das „Problem“ in zwei Teile: Schwarzwasser (Fäkalien) und Grauwasser (Waschbecken/Dusche). Das spart 90% der Arbeit und Kosten.
A. Der Thron: Die Trocken-Trenntoilette (TTT)
Vergiss Wasserspülung. Wasser ist auf Sardinien Gold, und ein Spülklo produziert Unmengen giftiges Abwasser.
- Das Prinzip: Ein spezieller Trenneinsatz (kostet ca. 50–100 € oder DIY aus einem Kanister) fängt Urin vorne auf und leitet Feststoffe nach hinten.
- Der Clou: Urin ist steril und (verdünnt 1:10) der perfekte Gold-Dünger für deine Olivenbäume.
- Die Feststoffe: Fallen in einen Eimer. Du deckst sie nach jedem „Geschäft“ mit Sägespänen oder Kaffeesatz ab. Kein Geruch, weil keine Feuchtigkeit drankommt!
- Entsorgung: Der Eimerinhalt kommt auf einen speziellen Komposthaufen. Nach 2 Jahren ist es feinste Erde (Humanure).
B. Das Abwasser: Das „Schilf-Beet“ (Grauwasser-Filter)
Für das Wasser aus Handwaschbecken oder Dusche bauen wir eine Mini-Pflanzenkläranlage. Das Wasser fließt durch Schwerkraft (Hanglage nutzen!).
- Der Fettabscheider (Simpel): Das Wasser fließt erst durch einen Eimer mit Stroh. Das Stroh fängt Seife und Fett. (Stroh alle paar Monate auf den Kompost werfen).
- Der Sumpf (Das Beet):
- Grabe eine Wanne (ca. 2×1 Meter, 60cm tief).
- Lege sie mit Teichfolie (oder Resten von Silofolie) aus.
- Fülle sie mit Kies (unten grob, oben fein).
- Pflanze Schilf (Reet) oder Sumpfpflanzen hinein.
- Die Funktion: Die Wurzeln der Pflanzen und die Bakterien im Kies „fressen“ die Seifenreste und reinigen das Wasser.
- Der Überlauf: Das saubere Wasser fließt am Ende des Beets direkt in einen deiner Swales und bewässert automatisch die Bäume darunter.
📅 Project Paradise: Der operative Jahresplan (Year 1)
Dieser Plan regelt die Transformation vom Kaufvertrag bis zum autarken Leben.
🏗 Phase 1: Ankunft & Survival (Monat 1-2)
Ziel: Das Haus bewohnbar machen, Basis-Infrastruktur sichern, Internet.
Project Paradise
Der operative Jahresplan (Year 1)
Vom Kaufvertrag zum autarken Leben in 12 Monaten. Strategie: Hightech-Energie (Solar & E-Auto), radikales Upcycling und Maker-Spirit statt Konsum.
Finanz-Cockpit
Der finanzielle Rahmen für das erste Jahr. Durch Gebrauchtkauf (Auto) und DIY (Möbel) haben wir maximale Sicherheit.
Nach Hauskauf (Szenario B)
Summe aller 5 Phasen
↑ Kriegskasse (Safety First)
Budget-Verteilung nach Phasen
Die Strategie „Gebrauchtes E-Auto“ (20k) und „Keine neuen Möbel“ wirkt: Phase 3 (The Energy Hub) bleibt der Fokus, aber der Gesamtinvest sinkt drastisch.
Wir stecken das Geld in bleibende Werte (Energieautonomie, Land, Werkzeug) statt in Konsumgüter, die an Wert verlieren. Phase 1 (Start) ist extrem günstig, da wir alles selbst bauen.
- 74% für Energie & Mobilität (Phase 3)
- 9% für Haus & Basis (Split-Klima & Werkzeug)
- 17% für Land, Tiere & Business
Deep Dive: Phase 3 – The Energy Hub
Gesamtkosten ca. 29.000 € – Das Kraftwerk des Projekts.
E-Auto (Gebraucht)
Budget-Limit: 20.000 €. Ein gebrauchter Hyundai oder Kia mit V2L liefert Strom für das ganze Haus und spart Benzinkosten.
PV-Anlage (DIY)
6.000 € für Module und Wechselrichter im Selbstbau. Der Rest ist für Montagematerial und die offizielle Abnahme durch den Elektriker.
Die Zeitlinie: Von 0 auf 100
Der operative Ablaufplan über 12 Monate.
Ankunft & Maker-Spirit
Monat 1-2Saubere Wärme (Split-Klima), Starlink & DIY-Möbelbau.
Operation Dune
Monat 3-4Erdbewegung vor der großen Hitze.
The Energy Hub
Monat 5-6Das Herzstück der Autarkie (Gebraucht-Strategie).
Bio-Maschine
Monat 7-8Tiere als Mitarbeiter integrieren.
Business & Fun
Monat 9-12Einnahmequellen & Lebensqualität.
Sourcing Guide: Wo kaufen auf Sardinien?
Hier gibts Bagger, Anhänger & mehr
Profi-Baumarkt (Sassari)
Futter, Saatgut, Profi-Werkzeug
Schrottplätze für Eisen/Teile
Lebensmittel Discounter
| Was | Beschreibung | Kosten (Est.) | Woher? (Sardinien/Online) |
|---|---|---|---|
| Heizung (Sofort) | Split Klimaanlage | 2.500 € | Leroy Merlin (Sassari) oder Bricoman |
| Brennstoff | Strom aus PV Anlage | 6.000 € | |
| Internet | Starlink Hardware (Refurbished/Neu) + Abo. Überlebenswichtig für Remote Work. | 350 € (Hardware) | Starlink.com |
| Sicherheit | Neue Schlösser, Wildkameras, einfacher Zaun-Check. | 300 € | Tecnomat (Sassari) |
| Werkzeug-Set 1 | Akkuschrauber, Kettensäge (Stihl/Husqvarna), Axt, Schaufeln, Schubkarre. | 1.200 € | Consorzio Agrario (Profi-Qualität) oder Tecnomat |
| Wasser-Check | Reinigung Brunnen, neue Pumpe (falls nötig), Wassertests. | 500 € | Lokaler Klempner (Idraulico) |
| Basismöbel | Matratzen, Tische Bau aus Holz | 500 € | Jysk (Sassari) oder Subito.it (Gebraucht) |
| SUMME PHASE 1 | ca. 5.150 € |
🚜 Phase 2: „Operation Dune“ – Erde & Pflanzen (Monat 3-4)
Ziel: Wasser fangen (Swales), Bäume pflanzen (bevor die Hitze kommt). Zeitfenster: Februar/März!
| Was | Beschreibung | Kosten (Est.) | Woher? |
|---|---|---|---|
| Minibagger | Miete für 1 Woche (inkl. Diesel). Selber fahren lernen! | 800 € | Lokaler Baumaschinenverleih (Noleggio) |
| Bäume (Start) | 50 Mandeln, 20 Granatäpfel, 10 Oliven, 5 Maulbeeren (Wurzelware). | 800 € | Baumschule (Vivaio) in Ittiri/Sassari |
| Kompost/Dünger | 2 LKW-Ladungen Mist (Letame) für den Start. | 300 € | Nachbar-Schäfer (Beziehungen aufbauen!) |
| Schutz | Drahtrollen für Baumschutz (gegen Schafe) + Pfähle. | 400 € | Consorzio Agrario |
| Bewässerung | 1000m Tropfschlauch + Verbinder (Notfall-System für Sommer). | 400 € | Online (Amazon.it oder Spezialshop) |
| Saatgut | Basilikum, Klee (Bodenbedecker), Gemüse. | 100 € | Sementi Online |
| SUMME PHASE 2 | ca. 2.800 € |
⚡ Phase 3: The Energy Hub (Monat 5-6)
Ziel: Unabhängigkeit vom teuren italienischen Stromnetz. Das größte Invest.
| Was | Beschreibung | Kosten (Est.) | Woher? |
|---|---|---|---|
| E-Auto (Gebraucht) | Hyundai Ioniq 5 oder Kia EV6 (wegen V2L Adapter). Die „Batterie auf Rädern“. | 35.000 € | Import aus DE (oft billiger) oder AutoScout24.it |
| V2L Adapter | Stecker, um Strom aus dem Auto ins Haus zu leiten. | 400 € | Hersteller / Amazon |
| PV-Anlage (DIY) | 20 Module (ca. 8-10 kWp) + Hybrid-Wechselrichter. Selbstbau auf Carport/Boden. | 6.000 € | SecondSol (Gebrauchtmarkt) oder Großhandel |
| Montage-Material | Holz für Carport-Konstruktion, Kabel, Sicherungen. | 1.500 € | Sägewerk / Elektrogroßhandel |
| Elektriker | Abnahme und Anschluss an den Zählerschrank (Pflicht!). | 1.000 € | Lokaler Elettricista |
| SUMME PHASE 3 | ca. 43.900 € |
🐔 Phase 4: Die biologische Maschine (Monat 7-8)
Ziel: Tiere integrieren, Zaunbau, erste Erntevorbereitungen.
| Was | Beschreibung | Kosten (Est.) | Woher? |
|---|---|---|---|
| Hühner-Start | 20 Legehennen + Hahn. | 250 € | Markt (Mercato) oder Nachbarn |
| Mobilstall | Alter PKW-Anhänger (Umbau DIY). | 400 € | Subito.it (Schrottplatz) |
| Schafe | 5 Sardische Schafe (Start-Truppe). | 500 € | Schäfer nebenan |
| Zaun | 3x Elektronetz (50m) + Weidezaungerät (Solar). | 600 € | Voss Farming oder Agrarzone |
| Hund | Maremmano Welpe (Herdenschutz). | 200 € (Impfungen/Chip) | Tierheim oder Schäfer |
| Bürokratie | ASL Anmeldung (Codice Stalla). | 100 € | ASL Sassari (Behörde) |
| SUMME PHASE 4 | ca. 2.050 € |
💪 Phase 5: Business & Fun (Monat 9-12)
Ziel: Einnahmequellen aufbauen, Gym & Glamping.
| Was | Beschreibung | Kosten (Est.) | Woher? |
|---|---|---|---|
| Outdoor Gym | Zement, alte Reifen (gratis), Eisenstangen, Holzstämme. | 300 € | Schrotthändler (Demolizione) |
| Glamping Domes | Säcke (Earthbag), Stacheldraht, Putz für 2 kleine Domes. | 1.000 € | Baustoffhandel |
| Hofladen | Holz, Farbe, Kasse, Schilder für „Roadside Market“. | 200 € | DIY / Reste |
| Marketing | Website-Hosting, Flyer für Sassari, Schilder. | 200 € | Online |
| Solar-Dörrer | Glasplatten, Holz, Gitter (DIY Bau). | 150 € | Glaser / Baumarkt |
| SUMME PHASE 5 | ca. 1.850 € |
💰 Gesamtabrechnung Jahr 1
| Kategorie | Kosten |
|---|---|
| Phase 1 (Haus/Basis) | 5.150 € |
| Phase 2 (Erde/Pflanzen) | 2.800 € |
| Phase 3 (Energie/Auto) | 43.900 € |
| Phase 4 (Tiere) | 2.050 € |
| Phase 5 (Business) | 1.850 € |
| Puffer (Unvorhergesehenes) | 5.000 € |
| TOTAL INVEST | ca. 60.750 € |
📉 Finanz-Check
- Verfügbar: 83.000 €
- Ausgaben: 60.750 €
- Rest-Puffer: 22.250 €
Fazit: Du bleibst massiv unter Budget. Die restlichen 22k hältst du als „Kriegskasse“ für medizinische Notfälle, größere Reparaturen am Haus oder falls das E-Auto teurer wird.
🛒 Einkaufs-Guide: Wo kriegst du was auf Sardinien?
- Subito.it: Das italienische „eBay Kleinanzeigen“. Deine Quelle für den Anhänger, Möbel, Baumaterial-Reste.
- Tecnomat (ehemals Bricoman) Sassari: Der Baumarkt für Profis. Günstig, riesige Auswahl, direkt in Sassari-Predda Niedda.
- Consorzio Agrario: Hier kaufen die Bauern. Futter, Saatgut, professionelles Werkzeug, Zäune. In fast jeder größeren Ortschaft.
- Demolizioni (Schrottplätze): Goldgruben für das Outdoor-Gym (alte Gewichte, Eisenstangen) und Upcycling-Projekte.
- Eurospin / MD: Die Discounter für Lebensmittel, um die Lebenshaltungskosten niedrig zu halten.
Wichtigste Regel: Kaufe nicht alles neu. Auf Sardinien wird viel „unter der Hand“ verkauft. Rede mit den Nachbarn in der Bar in Usini. „Ich suche einen Anhänger“ funktioniert dort besser als jede Internet-Suche.
Project Paradise
Der operative Jahresplan (Year 1)
Vom Kaufvertrag zum autarken Leben in 12 Monaten. Strategie: Hightech-Energie (Solar & E-Auto), radikales Upcycling und Maker-Spirit statt Konsum.
Finanz-Cockpit
Der finanzielle Rahmen für das erste Jahr. Durch Gebrauchtkauf (Auto) und DIY (Möbel) haben wir maximale Sicherheit.
Nach Hauskauf (Szenario B)
Summe aller 5 Phasen
↑ Kriegskasse (Safety First)
Budget-Verteilung nach Phasen
Die Strategie „Gebrauchtes E-Auto“ (20k) und „Keine neuen Möbel“ wirkt: Phase 3 (The Energy Hub) bleibt der Fokus, aber der Gesamtinvest sinkt drastisch.
Wir stecken das Geld in bleibende Werte (Energieautonomie, Land, Werkzeug) statt in Konsumgüter, die an Wert verlieren. Phase 1 (Start) ist extrem günstig, da wir alles selbst bauen.
- 74% für Energie & Mobilität (Phase 3)
- 9% für Haus & Basis (Split-Klima & Werkzeug)
- 17% für Land, Tiere & Business
Deep Dive: Phase 3 – The Energy Hub
Gesamtkosten ca. 29.000 € – Das Kraftwerk des Projekts.
E-Auto (Gebraucht)
Budget-Limit: 20.000 €. Ein gebrauchter Hyundai oder Kia mit V2L liefert Strom für das ganze Haus und spart Benzinkosten.
PV-Anlage (DIY)
6.000 € für Module und Wechselrichter im Selbstbau. Der Rest ist für Montagematerial und die offizielle Abnahme durch den Elektriker.
Die Zeitlinie: Von 0 auf 100
Der operative Ablaufplan über 12 Monate.
Ankunft & Maker-Spirit
Monat 1-2Saubere Wärme (Split-Klima), Starlink & DIY-Möbelbau.
Operation Dune
Monat 3-4Erdbewegung vor der großen Hitze.
The Energy Hub
Monat 5-6Das Herzstück der Autarkie (Gebraucht-Strategie).
Bio-Maschine
Monat 7-8Tiere als Mitarbeiter integrieren.
Business & Fun
Monat 9-12Einnahmequellen & Lebensqualität.
Sourcing Guide: Wo kaufen auf Sardinien?
Hier gibts Bagger, Anhänger & mehr
Profi-Baumarkt (Sassari)
Futter, Saatgut, Profi-Werkzeug
Schrottplätze für Eisen/Teile
Lebensmittel Discounter




